Neu-Ulm / SWP Die Neu-Ulmer Wohnungsgesellschaft Nuwog baut in der Elefantensiedlung 31 Sozialwohnungen. Dafür müssen Bäume weichen.
Ende Februar beginnen die Vorbereitungen, vom Sommer an wird gebaut: In der Elefantensiedlung entsteht ein Gebäude mit 31 Sozialwohnungen. Es ist ein Baustein im Programm der Nuwog, die bis 2020 in Neu-Ulm 370 Wohnungen erstellen möchte. Darauf wies Geschäftsführer Andreas Heipp laut Mitteilung bei einer Infoveranstaltung in der Elefantensiedlung hin.

Architekt Marcus Wörtz vom Büro Braunger/Wörtz und Landschaftsplanerin Stephanie Gresz erläuterten den Mietern der umliegenden Häuser, was in ihrer Nachbarschaft geplant ist. Auf dem Grundstück, das die Nuwog Ende 2014 von der Stadt gekauft hat, stand der Kindergarten der Siedlung, der bereits vorher aufgegeben worden war, weil das Gebäude heutigen Anforderungen nicht mehr entsprach.

Das Areal zwischen Festungsmauer und alten Bäumen hat ein besonderes Flair. Deshalb legten die Architekten Wert darauf, den Charakter zu erhalten. „Das ist ja schon ein richtiges Wäldchen“, so Wörtz.

Vorgesehen ist ein relativ kompakter Bau mit Flachdach. Aufgrund der Topografie sind auf den ersten Blick von außen nur fünf der eigentlich sechs Geschosse zu sehen. Wörtz wies darauf hin, dass das Gebäude mit den unregelmäßig angeordneten Fenstern lebendig wirke und „vier Vorderseiten“ habe. Alle Wohnungen haben eine Loggia und sind barrierefrei. Die meisten haben drei Zimmer. Außerdem soll es Platz für Singles sowie zwei Wohnungen mit Gartenanteil für größere Familien geben. „Das wird ein Mehrgenerationenwohnhaus, ohne dass dies draufsteht“, sagte Wörtz. Es sei ein Anliegen der Nuwog, dass ältere und junge Mieter einziehen, bestätigte Heipp.

Für die Einrichtung der Baustelle und damit das Haus mehr Licht und Luft bekommt, werden in den letzten Februarwochen einige Bäume gefällt, erklärte Stephanie Gresz, Geschäftsführerin des Landschaftsarchitektur-Büros Silands. Darunter sind fünf große Buchen. Es sei darauf geachtet worden, dass für die Baustelle möglichst wenig Bäume weichen müssen.

Die Nuwog bietet Ersatz für die Parkplätze an, die Anwohner während der Bauzeit nicht nutzen können. Der Neubau ist voraussichtlich Ende 2017 fertig. Einziehen können Mieter mit Wohnberechtigungsschein, das können laut Heipp auch wohnungsberechtigte Asylbewerber, das heißt anerkannte Flüchtlinge, sein.