„Nun sehet den Stern, den wir bringen“ – mit diesem und anderen Liedern sind in diesen Tagen bis Dreikönig (6. Januar) die Sternsinger unterwegs. Sie sammeln Spenden für behinderte Kinder in Peru. Zu ihrer Legitimation haben die Gruppen Ausweise des offiziellen Kindermissionswerks der katholischen Kirche. Jede Gemeinde regelt individuell, ob die Sternsinger nur angemeldete Haushalte besuchen oder an allen Haustüren klingeln. Letzteres tun die gut zwei Dutzend Kinder und Jugendlichen von St. Franziskus in Wiblingen. „Darum sind wir auch fünf Tage unterwegs“, berichtet die Verantwortliche Dr. Gisela Bantle. Nachdem vor Weihnachten betrügerische Gruppen auch im Raum Ulm aufgetreten sind, werden die Gruppen jetzt manchmal nach den Ausweisen gefragt. Ablehnung erfahren sie selten, „die meisten freuen sich“. Muslimische Familien verzichteten auf den Sternsinger-Segen an der Haustür, seien aber zu Spenden bereit. „Das zeugt von einem guten Miteinander“, findet Bantle.