Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, für Kinder können sie aber sehr bedeutsam sein: ein aufgeschlagenes Knie, Angst vor einem Hund, ein verpasster Bus und kein Handy, um sich zuhause zu melden. Für solche Kindernöte gibt es die Kinder-Notinseln in Ulm. Sieben Mal waren sie im vergangenen Jahr Rettungsanker für Kinder in Not, ergab eine Umfrage. Das sind zwar deutlich weniger Fälle als in der Vorjahren, in drei davon aber war sei das Anliegen derart ernst gewesen, dass Notarzt oder Polizei eingeschaltet worden seien, teilt die Stadt Ulm mit.

Notinsel: Erkennbar am Aufkleber

Mehr als 200 Ulmer Geschäfte, Praxen, Banken und andere Einrichtungen beteiligen sich an der bundesweiten Aktion „Notinsel“ der Stiftung Hänsel+Gretel. Die meisten sind seit 2004, also von Anfang an, dabei. Zu erkennen sind die teilnehmenden Läden und Einrichtungen an einem Notinsel-Aufkleber mir drei stilisierten Kinderköpfen, der an Tür oder Schaufenster klebt.

Alle zwei Jahre gibt es eine Umfrage, bei der Stadt und Stiftung nach Erfahrungen und Verbesserungsvorschlägen fragen. Die Stadt Ulm unterstützt die Aktion: Regelmäßig werden die Eltern der Schulneulinge angeschrieben, über die „Notinsel“-Aktion informiert und gebeten, mit ihrem Kind auf dessen Schulweg gezielt auf die Notinsel-Aufkleber im Schaufenster zu achten und sie ihren Kindern zu erklären. Die Stiftung verteilt in den Schulen Hausaufgabenhefte, mit denen sie ebenfalls auf die Notinseln hinweist.

Kreis Ludwigsburg