50-Millionen-Euro-Bau Noerpel expandiert: Neue Logistikhalle für Gefahrstoffen

Björn Brückmann vom MAN-Servicestützpunkt im Gewerbegebiet Schwaighofen (rechts) übergibt den symbolischen Schlüssel für die neuen Lastwagen an Michael Friedrich von Noerpel.
Björn Brückmann vom MAN-Servicestützpunkt im Gewerbegebiet Schwaighofen (rechts) übergibt den symbolischen Schlüssel für die neuen Lastwagen an Michael Friedrich von Noerpel. © Foto: Noerpel
Ulm / swp 04.11.2018

Die Logistikgruppe Noerpel setzt ihre Expansion mit einem neuen Bauvorhaben im Raum München fort. Auf einem etwa 90.000 Quadratmeter großen Grundstück soll eine Logistikhalle für die Lagerung sensibler Stoffe entstehen.

Baustart: zweites Quartal 2019, geplante Invetitionssumme: 50 Millionen Euro. Dort will das Ulmer Unternehmen die Lagerung von Gefahrstoffen und wassergefährdenden Produkten konzipieren. Dafür gelten neueste Sicherheitsstandards, um Boden und Grundwasser zu schützen – wie auch eine spezielle Folie unter dem Estrich.

Zweites Gefahrstoff-Lager

Es handelt sich bereits um das zweite Warehouse für Gefahrstoffe. Schon 2017 hat Noerpel in Elsdorf zwischen Hamburg und Bremen eine 40.000 Quadratmeter große Logistikanlage erstellt, in der auch Dienstleistungen für die BP-Tochter Castrol abgewickelt werden.

Die Nachfrage aus der Industrie nach derartigen Spezialhallen ist hoch, berichtet in Berthold Bernecker als einer der Geschäftsführer bei Noerpel in einer Mitteilung: „Das können Produkte aus der Chemie-Wirtschaft sein, aber auch viele herkömmliche Alltagsartikel fallen unter die Kategorie Gefahrstoffe.“

Farben, Lacke, Haarspray

Der Neubau bei München eignet sich demnach auch für Farben und Lacke, Haarspray und Haushaltsreiniger. Bernecker: „Mit dem neuen Logistikzentrum wollen wir aber auch ein Angebot für Industriebetriebe vieler Branchen aus der Region München und Süddeutschland schaffen.“

Die 1881 gegründete Firma hat im Zuge ihres Wachstums zuletzt auch den Fuhrpark ausgebaut. So hat Noerpel soeben 1,2 Millionen Euro in 20 Verteilerfahrzeuge des Herstellers MAN investiert. Verkaufsleiter Björn Brückmann überreichte im MAN-Servicebetrieb in Neu-Ulm zuletzt dem Ulmer Noerpel-Niederlassungsleiter Michael Friedrich den symbolischen Schlüssel für die neuen Zwölf-Tonner-Lastwagen. Sie sind im Nahverkehr unterwegs. Parallel vereinbarte man einen Mietrahmenvertrag für alle Standorte.

Erst im September hatte Noerpel durch die Übernahme der Spedition Lebert für ein Paukenschlag gesorgt. Dadurch kommen die Standorte wie Baienfurt und Kreuzlingen (Schweiz) hinzu. Der Umsatz soll auf 500 Millionen Euro steigen, das vereinte Unternehmen beschäftigt 2300 Mitarbeiter. Noerpel betrachtet sich so als einen der größten Logistikanbieter in Deutschland.

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