Gastronomie Nochmal Debatte über die Laufzeit

Ulm / Frank König 07.09.2018

Die erstmalige Ausweitung des Weinfests dieses Jahr um fünf auf 22 Tage diente aus Sicht des Veranstalters Ulmer City Marketing der Belebung der Innenstadt. Citymanager Henning Krone hat allerdings registriert, dass die Verlängerung bei der City-Gastronomie teilweise kritisch betrachtet wird: weil das stark frequentierte Weinfest auf dem südlichen Münsterplatz viel Umsatz auf sich zieht. Es stelle sich daher in der Tat die Frage, ob man das Weinfest, das vom Herbst sukzessive in den eher regensicheren Sommer verlegt wurde, „nochmal so lange“ machen werde. Dazu werde es eine Nachbesprechung mit den drei beteiligten Gastronomen und der Dehoga geben.

Seitens der Dehoga sieht die Alb-Donau-Vorsitzende Karin Krings keinen Anlass für Beschwerden, weil alle Gastronomen mit Außenbestuhlung von dem heißen Sommer profitiert hätten. Die Verlängerung habe allerdings wohl zu „Gegrummel“ geführt. Womöglich reagierten Anwohner auch auf Lärm.

Ersatz für Französisches Dorf

Auf dem südlichen Münsterplatz befindet sich die Event-Gastronomie gleichwohl seit gestern schon in der nächsten Runde: mit dem Streetfood-Markt bis Sonntag. Für Krone steht auch der Kleinbrauermarkt in dieser Reihe, die viele zusätzliche Besucher in die Stadt führe. Speziell für das Weinfest kämen sogar Besucher aus der Schweiz mit Omnibussen.

Die letzte Umfrage zum Weinfest habe ergeben, dass das Einzugsgebiet durchschnittlich rund 27 Kilometer betrage. Diesmal habe man allerdings auf eine Umfrage verzichtet. Angesichts des trockenen, sonnigen Wetters war das Fest ohnehin ein Riesen­erfolg. Es hat in der verlängerten Version aus Sicht Krones auch das Französische Dorf ersetzt, das dieses Jahr erstmals nicht stattfand und mit dem das Weinfest zuletzt, wie berichtet, terminlich in Konflikt geraten war. Man habe die Liebhaber des Französischen Dorfs „mit auffangen“ können.

Der Citymanager forderte die innerstädtischen Gastronomen auf, das Weinfest nicht als Konkurrenz zu betrachten, sondern sich thematisch zu beteiligen. Er sieht auch keine Probleme mit der Firmenwerbung auf dem Weinfest-Transparent neben dem Ulmer Münster. Beim Hauptsponsor handelte es sich um eine Immobilienfirma, die so drei Wochen Werbung in bester Lage hatte. Krone sieht dies durch eine „Sondernutzungsgebühr“ in Höhe von 15 000 Euro als Platzmiete gedeckt.

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