Noch zu retten: Drei Beispiele für restaurierungsbedürftige Archivalien

SWP 28.02.2013

Der Galgen auf dem Galgenberg ist einer der markanten Geländepunkte auf einer Karte des Ulmer Hospitals von 1641. Sie zeigt die Torfabbauflächen des Tauben Rieds und gehört zu den Schmuckstücken des Archivs, die wegen vieler Risse dringend der Restaurierung - und eines Paten - bedürfen.

Jede Stecknadel, die ein Dorfbewohner besaß, wurde anlässlich seiner Hochzeit oder seines Todes in den "Inventuren und Teilungen" erfasst - wertvolle volkskundliche Quellen. Aus Ermingen ist ein solcher Band aus den Jahren 1830 bis 1840 erhalten. Er muss vor dem Pilz gerettet werden.

Von 1699/1700 stammt die älteste Archivalie, die aus dem Junginger Ortschaftsarchiv erhalten ist. Es sind Jahresrechnungen, welche die Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde verzeichnen und somit Auskunft über deren Befugnisse geben. Die Blätter sind stark verschmutzt und enthalten Risse.