Stadtplanung Noch kein Sieger am Bahnhofplatz 7

Noch ist kein Sieger in Sicht.
Noch ist kein Sieger in Sicht. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / Chirin Kolb 14.02.2018
Der Wettbewerb für den Neubau am Bahnhofplatz 7 neben den Sedelhöfen geht in eine weitere Runde.

Die Jury hat getagt, aber keinen Sieger gekürt. Das ist das vorläufige Ergebnis des städtebaulichen Planungswettbewerbs für das Gebäude Bahnhofplatz 7. Der Sedelhöfe-Investor DC Development hat das Haus gekauft, möchte es abreißen und den Neubau mit dem direkt angrenzenden Haus 1 der Sedelhöfe verbinden. Um eine hohe städtebauliche Qualität zu gewährleisten und den Ansprüchen an diesem herausgehobenen Ort gerecht zu werden, hatte sich DC-Geschäftsführer Lothar Schubert auf den Wettbewerb eingelassen.

Sechs Architekturbüros waren eingeladen, Vorschläge zu machen. Dem Beurteilungsgremium wurden „sechs gute und vielfältige Entwurfsansätze“ vorgelegt, berichtet Baubürgermeister Tim von Winning auf Anfrage. Allerdings sei eine Überarbeitung der Planung notwendig geworden. Dahinter stehen laut von Winning „fortschreitende Verhandlungen“ des Investors mit künftigen Nutzern. Auf deren Bedürfnisse soll schon in der Planung eingegangen werden.

Zwei Entwürfe im Rennen

Als Nutzung waren beispielsweise Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss und ein Hotel vorgesehen. Um größere, wirtschaftlicher zu betreibende Flächen zu erhalten, sollte das Gebäude Bahnhofplatz 7 mit den Sedelhöfen verzahnt werden. Um den Bau zeitlich zu synchronisieren, muss das Haus bis zum Sommer abgerissen werden.

Zwei Büros „mit besonders interessanten Ansätzen“ wurden mit der Weiterentwicklung ihrer Entwürfe beauftragt, sagt von Winning. Das Ergebnis soll im März vorliegen. Dann wird die Jury, der Vertreter der Stadtverwaltung, des Gemeinderats und des Investors angehören, erneut zusammentreten. Wenig später sollen die Entwürfe dann im Stadt­entwicklungsausschuss vorgestellt werden.

Im Sommer vergangenen Jahres war die Freude groß, als es DC Development gelungen war, das Gebäude Bahnhofplatz 7 zu kaufen. Die Neubaupläne stießen dann im Herbst allerdings auf Kritik einiger Stadträte. Vor allem aus der CDU gab es Stimmen, die eine Sichtachse von der Bahnhofstraße zum Bahnhof schaffen möchten. Dem würde der Neubau in den Ausmaßen des Altbaus im Weg stehen. Die Stadträte hofften deshalb auf Entwürfe, die ihrem Wunsch Rechnung tragen. Aus wirtschaftlichen und städtebaulichen Gründen sprachen sich Investor und Bauverwaltung gegen die Sichtachse aus.

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