Ulm / Chirin Kolb  Uhr
Die Neugestaltung der Fußgängerzone ist dringend nötig. Ulm sollte das nicht auf die lange Bank schieben, meint Chirin Kolb.

Wenn die Sedelhöfe im Frühjahr 2020 öffnen, wird in der Innenstadt nicht nur eine riesige Baustelle verschwunden sein, der Eingang zur City wird so schick aussehen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Dann wird umso mehr auffallen, dass die Umgebung nicht mehr mithalten kann mit dem neuen Innenstadt-Quartier. Mehrere Nachbarn reagieren auf die Veränderung. Peek & Cloppenburg will die Fassade erneuern, Apotheker Alfred Rohmer plant auf seinem Grundstück Bahnhofstraße 13 gleich einen Neubau.

Handel und private Investoren nehmen also viel Geld in die Hand, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ihrem Beispiel sollten weitere Hauseigentümer folgen.

Das Citytor trumpft mit modernem Ambiente auf. Der Handel fordert daher: Die alte Fußgängerzone muss aufgewertet werden.

Aber auch die Stadt muss was tun. Die Fußgängerzone braucht ein umfassendes Facelift. Am schlimmsten ist der altbackene und schadhafte Pflasterbelag. Das größte Loch im Belag wird der McDonald’s-Container hinterlassen, der abgebaut wird, wenn die Burgerkette in die Sedelhöfe zieht.

Die Stadt darf den Umbau der Fußgängerzone nicht auf die lange Bank schieben. Es kann nicht Jahre dauern, bis der öffentliche Raum an der zentralen Stelle modernen Anforderungen entspricht. Auch wenn manches für die Argumentation der Verwaltung spricht, mit der umfassenden Neugestaltung nicht sofort zu beginnen: Ohne Kosmetik geht es auf keinen Fall.

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