Wer die Römerstraße täglich benutzt, hat sich schon daran gewöhnt: An Verkehrsteilnehmer, die auf der Straßenbahntrasse entgegen der Einbahnstraße zum Römerplatz fahren und dann weiter entgegen der Fahrtrichtung zur Beyerstraße. Oder an die, die vor dem Einkaufszentrum in die Bremsen steigen, weil sie erst im letzten Moment erkennen, dass sie nicht geradeaus, sondern der Straße nach  links folgen müssen. Von der Verwirrung aufgrund zahlreicher Ampeln, Schilder und Barken  mal abgesehen. Auch den Fußgängern geht es nicht so viel besser. Sie landen links und rechts von Seitenwegen auf der Straße. Und nicht zuletzt verunglücken immer wieder Radfahrer, die auf die Gleise geraten, weil sie nicht verstehen, dass sie über die Haltestelle fahren sollen.

Vieles ist noch nicht fertig. Und natürlich werden sich diejenigen, die die Strecke täglich nutzen, an die Verhältnisse gewöhnen. Das heißt aber nicht, dass die Verkehrsführung in der Römerstraße gelungen ist. Nicht nur, weil sie offensichtlich so komplex ist, dass die Stadt eine Anleitung herausgegeben hat. Sie ist auch nicht gut, weil in manchen Bereichen ganz einfach zu wenig Platz vorhanden ist. So fährt die Straßenbahn nicht durchgehend auf einer eigenen Trasse. Bei einem Unfall steckt auch sie im Stau. Moderne Mobilität sieht anders aus.

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