Kommentar Julia Kling zur Lage in der Metallindustrie Nicht ausruhen

Redakteurin, Autorenfoto 2016
Redakteurin, Autorenfoto 2016 © Foto: Könneke Volkmar
jkl 17.05.2018

Luxusprobleme nennt der Vorsitzende des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Mario Trunzer, die Sorgen der hiesigen Metall- und Elektrobetriebe bei einem Umsatzplus von zehn Prozent. Fachkräftemangel, Zulieferer, die keine Kapazitäten mehr haben – mitunter auch aufgrund fehlender Arbeitskräfte –, und eine Infrastruktur, die an ihre Grenzen kommt. Sicherlich, in strukturschwachen Gegenden, die keine Vollbeschäftigung verzeichnen und Auftragsbücher noch leere Stellen haben, wünschen sich Betriebe solch eine Situation.

Regionale Politik und Wirtschaft können sich somit glücklich schätzen, nicht zuletzt, da der positive Trend den Prognosen des Arbeitgeberverbands zufolge auch in nächster Zeit anhalten soll. Zeit zum Ausruhen bleibt den Unternehmen und der Politik dennoch nicht. Es müssen Ideen her, wie die dringend gebrauchten Fachkräfte und Ingenieure ausgebildet und in die Region gelockt werden können. Die Hoffnung, Flüchtlinge zügig in den Betrieben zu beschäftigen, scheitert neben dem Bürokratieaufwand auch an den zeitintensiven Maßnahmen, um die geflüchteten Menschen für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen.

Qualifizierte Arbeitskräfte, aber auch eine leistungsfähige Infrastruktur müssen jedoch gewährleistet sein, um weiter Spitze im Süden zu bleiben.