Neu-Ulm Neues Wohngebiet an alter Stadtgärtnerei

Häuser statt Blumen: An der alten Stadtgärtnerei wächst ein neues Wohngebiet. Zur Kletterhalle (im Hintergrund) ist es nicht weit.
Häuser statt Blumen: An der alten Stadtgärtnerei wächst ein neues Wohngebiet. Zur Kletterhalle (im Hintergrund) ist es nicht weit. © Foto: Siegfried Geyer
CHIRIN KOLB 14.07.2016
Auf dem Gelände der alten Stadtgärtnerei in Neu-Ulm wächst ein neues Wohngebiet. Die ersten Häuser sollen noch in diesem Jahr fertig werden.

An der Reuttier Straße in der Nähe des Friedhofs entstehen insgesamt rund 80 Wohneinheiten. Die rund 33 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sollen voraussichtlich 2018 bezugsfertig sein, teilt die Abteilung Stadtplanung auf Anfrage mit. Die Wohnungen werden zwischen 50 und 90 Quadratmetern groß. Außerdem entsteht auf dem Gelände so genannter verdichteter Einfamilienhausbau: 12 Reihenhäuser und 35 Kettenhäuser. Die ersten werden noch in diesem Jahr fertig. 2018 soll dann das gesamte Neubaugebiet bezogen sein.

Ursprünglich lag das Gelände außerhalb der Stadtgrenzen. Die Stadt Neu-Ulm kaufte den Hof nach dem Zweiten Weltkrieg und richtete dort 1950 die Stadtgärtnerei ein. Ein Gewächshaus folgte aufs andere, ein Schuppen auf den nächsten, denn die Gärtner zogen dort sämtliche Blumen, die in Neu-Ulm blühen sollten. Auch städtische Maler, Schreiner und Schlosser waren auf dem Areal beschäftigt, bis 2004 nach der Verwaltungsreform der Baubetriebshof diese Aufgaben übernahm. Die Stadt gab die Stadtgärtnerei schließlich ganz auf, weil es billiger kam, die ohnehin weniger werdenden Blumen im Stadtgebiet einzukaufen statt aufwendig selbst zu ziehen. An der alten Stadtgärtnerei an der Reuttier Straße blühte es freilich noch ein paar Jahre weiter. Sie gehörte 2008 zum Gelände der Landesgartenschau und wurde vom Freundeskreis weiter bepflanzt und gepflegt, bis 2012 die Pläne für die Bebauung konkreter wurden.