Infrastruktur Neues Projekt im Science Park

In den Hochbau vorne kommen die Büros, daneben rechts zentrale Parkplätze für den Science Park III.
In den Hochbau vorne kommen die Büros, daneben rechts zentrale Parkplätze für den Science Park III. © Foto: PEG
Ulm / Von Frank König 17.09.2018
Städtischer Entwickler baut Büros mit Parkgarage. Dies soll auch die angespannte Stellplatz-Situation in dem Quartier verbessern.

In der Wissenschaftsstadt sorgt die Stadt Ulm nun in eigener Regie für ein weiteres Stück Infrastruktur. Es handelt sich um ein neues Eingangsgebäude zum Science Park III, das die städtische Projektentwicklungsgesellschaft (PEG) baut: für etwa zehn Millionen Euro. Somit entsteht am Zugang zu diesem in Hanglage gelegenen, neuesten Teil des Science Parks vom Berliner Ring her ein kombiniertes Bürogebäude mit Parkhaus, mit Adresse Konrad-Zuse-Straße 4.

Das Projekt Z 4 soll 250 bis 300 Parkplätze im Science Park III schaffen, aber auch die angespannte Parksituation drüben im Science Park II verbessern. Die Stellplätze werden verkauft. Wie PEG-Geschäftsführer Christian Bried erläuterte, sieht der Masterplan für den Science Park III mehrere dezentrale Parkhäuser vor, nicht zuletzt, um große zugeparkte Flächen zu vermeiden.

So gibt es im Science Park II ebenfalls zwei Parkhäuser: beim Energon und hinter der Technologiefabrik. Im Z 4  schafft die PEG außerdem auf sechs Etagen Büroflächen, insgesamt 2500 Quadratmeter, für bis zu 150 neue Arbeitsplätze. Im Erdgeschoss soll es zur Nahversorgung eine Art Bäckerei-Café geben. Die Architektur stammt nach einem Wettbewerb von Hochstrasser.

Tram wirft weitere Fragen auf

Das Projekt entsteht etwa dort, wo sich derzeit noch die Baustelle für die Straßenbahn-Wendeschleife befindet. Die Straßenbahn endet im Science Park II, was für das Parken weitere Fragen aufwirft: Wird das Quartier, in dem es ohnehin zu wenig Stellplätze gibt, noch zu einem informellen Park-and-Ride-Platz, um mit der Tram in die Stadt zu gelangen? Allein im Science Park III braucht es nach Berechnungen Brieds im Endausbau 1500 bis 2000 Parkplätze für die beabsichtigten 3500 Arbeitsplätze. Weil das ÖPNV-Netz im ländlichen Umland nicht so dicht gestrickt sei, könne in Zukunft bestenfalls vernetzte Mobilität zu einer neuen Stellplatz-Kalkulation führen.

Der Science Park III verfügt über 40 Hektar Fläche und richtet sich in erster Linie an forschungsnahe Unternehmen und Einrichtungen: vorerst mit Satorius Stedim Biotech, der zur Bögl-Gruppe zählenden Firma Naturspeicher, dem Spezialisten für Vakuumtechnik Beamtec. Außerdem gibt es auf dem Gelände, das auch für Mountainbike-Rennen herangezogen wird, ein Umspannwerk der Stadtwerke.

Die Bauarbeiten für das Z 4 sollen nach der Winterpause im Frühjahr starten und etwa ein Jahr dauern. Entsprechend den Gepflogenheiten der Projektentwickler ist Bried bereits auf der Suche nach einem – möglichst regionalen – Investor: „Dann bleibt es im Ländle“, und wandert eben nicht in einen womöglich anonymen Immobilienfonds.

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Profil Die PEG beschäftigt in der Schillerstraße neun Mitarbeiter und erzielt fünf Millionen Euro Jahresumsatz. Der bisher befristete Vertrag von Geschäftsführer Christian Bried wurde nun zuletzt bis zu seinem Dienst­ende verlängert. Weitere Projekte: neuer Standort für DLRG, Kunstdepot bei Britax Römer, Kita im Science Park.

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