Versorgung Neues Netzwerk für die Zeit nach der OP

Ulm / cik 11.01.2019

Unter der Überschrift „Menschen helfen Menschen“ will ein lokales Netzwerk von Ehrenamtlichen gehandicapten Menschen medizinische Hilfsmittel wie Krücken oder Rollstühle kurzfristig und leihweise zur Verfügung stellen. Damit soll eine Lücke in der Versorgung geschlossen werden, die sich in manchen akuten Fällen auftue, sagen die beiden Initiatoren der Aktion Michael Drechsler, Geschäftsführer der Deutschen Traumastiftung mit Sitz in Ulm, und der Rabbiner Shneur Trebnik.

Es sei nicht immer nötig und möglich, sich kurzfristig beispielsweise Krücken und andere Hilfsmittel zu besorgen, wenn sie gebraucht werden, sagt Drechsler. Ein Beispiel: Wer sich am Abend vor einem Feiertag ein Bein breche, sei möglicherweise froh, wenn er über „Menschen helfen Menschen“ versorgt werden könne.

Vorbild Israel

Auslöser für die Gründung des Netzwerkes war eine gemeinsame Reise der Initiatoren nach Israel. Shneur Trebnik kennt eine ähnliche Organisation aus seinem Heimatland. „Das läuft dort sehr gut“, sagt er, und sei auch eine Antwort auf die Frage: Wohin mit den Krücken, wenn man sie nicht mehr braucht? Trebnik ist überzeugt: „Man kann Menschen damit sehr helfen.“

„Es wäre schade, wenn man diese Ressourcen brach liegen lassen würde“, findet auch Drechsler. Er möchte deshalb eine Hotline einrichten, bei der sich Menschen melden, die Hilfsmittel brauchen. Fürs Erste gibt es eine Email-Adresse, unter der sich auch Interessierte melden können, die das Netzwerk unterstützen oder ehrenamtlich mitarbeiten möchten: menschen-helfen1@t-online.de. Mittelfristig sei die Gründung eines Vereins geplant.

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