Kirche Neues Gemeindehaus bei der Jakobuskirche

Im Erdgeschoss ist ein Foyer geplant, im ersten Stock ein Saal für etwa 100 Besucher.
Im Erdgeschoss ist ein Foyer geplant, im ersten Stock ein Saal für etwa 100 Besucher. © Foto: Ottmar Glanz
Grimmelfingen / Carolin Stüwe 21.07.2018

Kommen zur Kinderkirche viele Teilnehmer, muss die zweite Gruppe im Flur auf dem Boden sitzen, weil der Saal im Pfarrhaus mit 30 Quadratmetern zu klein ist. „Eng wird es auch beim Konfirmanden-Elternabend“, sagt Andreas Bauer, der erste Vorsitzende des Kirchengemeinderats. Deshalb spielt die Evangelische Jakobuskirchengemeinde schon seit zehn Jahren mit dem Gedanken, „im Herzen des Ortes“, zwischen Pfarr- und altem Rathaus und schräg gegenüber der Jakobuskirche, ein neues Gemeindehaus zu bauen.

Ortsteile wachsen

Noch konkreter wurde das Vorhaben, nachdem vor fünf Jahren die evangelische Kirchengemeinde Grimmelfingen zur „Evangelischen Jakobuskirchengemeinde am Hochsträß Ulm“ umbenannt wurde. Denn die Protestanten der überwiegend katholischen Ortsteile Eggingen, Ermingen und Einsingen kamen schon immer nach Grimmelfingen zum Gottesdienst. „Und diese Ortsteile wachsen stetig“, liefert Bauer noch ein Argument, dass sich ein eigenes Gemeindehaus lohnt.

Auf der Baustelle laufen bereits die Vorbereitungen: Die Mauer, die den mächtigen Hang des Pfarrgartens stützte, ist weggeräumt. Derzeit wird die Erde abgebaggert, um ab Anfang August auf Straßenniveau mit dem Bau zu beginnen. Morgen, Sonntag, findet bereits der Spatenstich statt.

Das Gebäude wird so weit zurückgesetzt, dass vor dem Eingang noch auf einer Breite von sechs Metern Parkplätze angelegt werden können. Das Erdgeschoss, dort ist das Foyer, wird mit Klinkersteinen verkleidet, um optisch zur alten Kirchenmauer gegenüber zu passen. Das Obergeschoss besteht aus einem Stahlaufbau in bronzefarbener Metalloptik und bekommt zur Straße hin eine Glasfront, damit die Nutzer des Gemeindesaals, in dem bis zu 100 Menschen Platz haben, eine schöne Aussicht zur Jakobuskirche haben. Oder man setzt sich hinten raus auf die Terrasse, Richtung Restpfarrgarten. So hat es sich der örtliche Architekt, Diplom-Ingenieur Wolfgang Fromm, vorgestellt. Und Bauleiter Ottmar Glanz hat die Werkpläne und Computersimulationen erstellt.

100 000 Euro fehlen noch

„Auch unser Pfarrer Alfred Büchler freut sich schon“, sagt Bauer. Bis alles fertig ist – Einweihung soll voraussichtlich im Frühjahr 2019 sein – müssen allerdings noch einige Bausteine verkauft werden.

Die geplanten Baukosten aus dem Jahr 2016 liegen bei 850 000 Euro. Die Landeskirche übernimmt 300 000 Euro, an Eigenmitteln verfügt die Kirchengemeinde über 400 000 Euro, davon sind bereits 45 000 Euro Spendengelder. Rechnet man das Darlehen von 50 000 Euro dazu, fehlen noch Spendengelder in Höhe von 100 000 Euro. Deshalb steht bereits das 11. Bausteinkonzert fest (siehe Infokasten).

Spatenstich und Bausteinkonzert

22. Juli: Um 11.30 findet ein Spatenstich statt gegenüber der Jakobuskirche. Mehr über das Bauvorhaben steht auf der Extra-Homepage www.bauen-im-herzen-der-gemeinde.de

29. Juli: Auf dem Grimmelfinger Dorfplatz beginnt um 11.30 Uhr das 11. Bausteinkonzert. Die Musikvereine Grimmelfingen und Ermingen spielen ein Abba-Revival.

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