Klärwerk Neuer Zweckverband vorbereitet

Neu-Ulm / swp 02.07.2018

Im Klärwerk Steinhäule werden pro Jahr 50 000 Tonnen Fremd-Klärschlamm verbrannt. Fast dieselbe Menge fällt noch mal im Klärwerk selbst an. Deshalb wird ab dem Jahr 2020 für
60 bis 70 Millionen Euro ein neuer Verbrennungsofen gebaut.  Denn der schadstoffbelastete Schlamm darf nicht mehr unbehandelt auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht werden.

Die Investition für den voraussichtlich ab 2023 in Betrieb gehenden Ofen muss später über Umlagen refinanziert werden, „und dazu brauchen wir Sicherheiten“, sagte Alfons Zoller, der kaufmännische Geschäftsführer des inzwischen 60 Jahre alten Zweckverbands Klärwerk Steinhäule, bei der Verbandsversammlung. Diesem Verband gehören zwölf Mitglieder beziehungsweise Gemeinden an, die ihr Abwasser ins Klärwerk einleiten. „Was bisher bei den mehr als 30 Anlieferern von Fremdschlamm über Verträge lief, läuft ab Januar 2020 über den bis dahin neu gegründeten Zweckverband zur Verwertung des Klärschlamms“, erklärte der Geschäftsführer. Bislang haben diese Anlieferer aber nur mündlich zugesagt.

Zusagen bis Ende März 2019

Weil das nicht ausreicht, müssen spätestens bis zum 26. Oktober deren Absichtserklärungen zum Beitritt eingegangen sein. Im November folgen die Beschlüsse etwa zum formalen Beitritt, der Satzung und der Höhe der Verbandsumlage. Verbindliche Zusagen haben sogar noch Zeit bis Ende März 2019 und Ende Mai könnte dann die konstituierende Sitzung stattfinden. „Wir müssen sauber vorgehen“, sagte Zoller zu dem langen Prozess bis zur Neugründung. Die Verbandsversammlung nahm diese Vorgehensweise zur Kenntnis.

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