Uni-Klinikum Neuer Chefarzt für die Uni-Virologie

Ulm / swp 13.02.2018

Das Humane Cytomegalovirus gehört zur Familie der Herpesviren und ist weit verbreitet. Schätzungen zufolge haben etwa 40 Prozent der europäischen Bevölkerung eine HCMV-Infektion durchgemacht – wahrscheinlich sogar, ohne davon etwas mitbekommen zu haben. Für gewisse Personengruppen kann das Virus jedoch schwere Folgen haben. Ein Experte auf diesem Gebiet ist Prof. Thomas Stamminger. Seit Jahresbeginn leitet er das Institut für Virologie am Uni-Klinikum Ulm als Nachfolger von Prof. Thomas Mertens, der in den Ruhestand gegangen ist.

Stamminger war von 1995 bis 2017 Professor für Virologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Das Uni-Klinikum Ulm biete ideale Voraussetzungen, seine Forschungsarbeiten weiter auszubauen, sagt der  56-Jährige – auch weil es hier eine mehrköpfige Arbeitsgruppe gebe. Obwohl die Virologie traditionell ein forschungsorientiertes Fach ist, will Stamminger sich in Ulm nicht nur für die virologische Forschung einsetzen, sondern sieht eine wichtige Aufgabe auch in der mittelbaren Krankenversorgung. Eines seiner Ziele sei, eine optimale diagnostische und therapeutische Versorgung von Patienten mit Virusinfektionen sicherzustellen und so Forschung und Patientenversorgung zu verbinden.

Stammingers Vorgänger Mertens hatte das Institut für Virologie 26 Jahre lang geleitet. Für die Zeit nach seiner Emeritierung hat er sich einiges vorgenommen. So steht er zunächst bis 2020 an der Spitze der Ständigen Impfkommission und ist zudem als Generalsekretär der Europäischen Virologischen Gesellschaft tätig. Nebenbei schreibt er noch Gutachten und Stellungnahmen. „Es gibt noch manches zu tun“, erzählt der Hobbymusiker, der leidenschaftlich gern Klarinette spielt.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel