Neuheiten Neue Streckenführung: Mit mehr Tempo ins Ziel

Ulm / Von Henri Gallbronner 21.09.2018
An den Strecken der Einstein-Läufe hat sich dieses Jahr einiges geändert. Besonders der Marathon soll dadurch attraktiver für Läufer und Zuschauer werden.

Auch beim 14. Einstein-Marathon gibt es wieder einige Neuerungen bei den Wettkämpfen und drumherum. So bestehen die 64 bisher gemeldeten Marathon-Staffeln seit diesem Jahr nicht mehr aus drei, sondern aus vier Startern. Die Streckenabschnitte, die folglich kürzer ausfallen, betragen nun zwölf Kilometer, elf Kilometer, zwölf Kilometer und sieben Kilometer.

Busse haben Vorrang

Der Streckenplan ist, wie so vieles derzeit, von den zahlreichen Baustellen in Ulm und Neu-Ulm geprägt. Am stärksten bekommen das die Inline-Skater und Handbiker zu spüren: Sie dürfen heuer statt 21 nur etwa 19 Kilometer absolvieren. Der Grund: Die Schleife zwischen Thalfingen und Burlafingen ist momentan eine Umleitungsstrecke für Busse. „Das wären nur vier, fünf oder sechs Busse gewesen“, sagt Veranstalter Bernd Hummel. Doch sowohl mit der Stadt als auch mit dem  Busunternehmen war eine Umleitung von der Umleitung nicht zu machen.

Das Ziel wurde bei den Inlinern und Handbikern in die Neue Mitte verlegt: „Der letzte Kilometer ist jetzt eine Zielgerade, damit man nochmal richtig Gas geben kann“, sagt Bernd Hummel. Das ist besonders für die Speedskater wichtig, die in diesem Jahr in noch größerer Zahl an der Donau erwartet werden: Schließlich ist der Einstein-Marathon zum ersten Mal Teil des Bayern Inline Cups und des Baden-Württemberg Inline Cups.

Daneben gibt es noch weitere positive Aspekte an der neuen Streckenführung: Diesmal geht es für die Halbmarathon- und Marathonläufer sowie für Inline-Skater und Handbiker wieder durch Pfuhl. Die bombastische Stimmung in dem Neu-Ulmer Ortsteil hat im letzten Jahr vielen Teilnehmern gefehlt.

Auch ein bisschen mehr Einstein im Marathon gibt es in diesem Jahr, denn man passiert den Einstein-Brunnen in der Zeughausgasse: Die Strecke von Halbmarathon und Marathon geht länger über die Olgastraße, und nach dem Zundeltor geht es nicht über die Griesbadgasse, sondern die Zeughausgasse auf die Gideon-Bacher-Straße.

Ein besonderes Augenmerk haben die Veranstalter auf die Attraktivität des Marathons gelegt: „Da verzichten wir zum ersten Mal auf Wiblingen“, erklärt Bernd Hummel. Stattdessen kommt die Strecke vier Mal am Rathaus vorbei. „Davon erhoffen wir uns mehr Zuspruch von den Zuschauern“, so Hummel.

Weitere Neuerungen auf der Marathonstrecke sind die Überquerung des Schwals und ein veränderter Zieleinlauf, der sich heuer von dem der anderen Läufe unterscheidet: Anstatt über die Hirschstraße bewegen sich die Marathonis über die Schwörhausgasse und den Lautenberg auf den Münsterplatz.

Außerdem gibt es für die Marathon-Läufer einen eigenen Versorgungsbereich im Ziel, damit sie nach vollbrachter Leistung nicht von einem leergeräumten Buffet überrascht werden. Obendrauf gibt es nach dem Zieleinlauf eine Finisher-Jacke.

Der Marathon wird grüner

In Sachen Umweltverträglichkeit hat sich ebenfalls etwas getan. Bereits in vergangenen Jahren fuhren Elektroautos vor den Läufern her. In Mülltrennung hat man sich ebenfalls versucht – „auch, wenn das natürlich schwierig ist bei einer solchen Großveranstaltung“, wie Bernd Hummel einräumt. In diesem Jahr werden die Getränke zum ersten Mal in Papp-, statt Plastikbechern ausgeschenkt. Das Ziel ist für Organisator Hummel klar: „Wir wollen ein grüner Marathon werden.“

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