Eselsberg Neue Straße auf dem Campus

Die Manfred-Börner-Straße ist frei gegeben. Zusammen mit Baubürgermeister Alexander Wetzig (rechts) enthüllen Antje Börner (links), Witwe des Namensgebers, sowie Tochter Ditte Endriß das Straßenschild. Foto: Oliver Schulz
Die Manfred-Börner-Straße ist frei gegeben. Zusammen mit Baubürgermeister Alexander Wetzig (rechts) enthüllen Antje Börner (links), Witwe des Namensgebers, sowie Tochter Ditte Endriß das Straßenschild. Foto: Oliver Schulz
Eselsberg / CHRISTOPH MAYER 20.07.2013
Ulm hat eine neue Straße: Sie ist nach dem Physiker Manfred Börner benannt und verbindet die Albert-Einstein-Allee mit dem Oberberghof.

Mit Fahrrädern kamen Baubürgermeister Alexander Wetzig und seine Entourage gestern zur Eröffnung der Manfred-Börner-Straße auf dem Oberen Eselsberg. Dahinter steckte neben sportlichem Engagement auch eine Botschaft. Denn mit der Inbetriebnahme der neuen Verbindung wurden gleichzeitig die Zufahrten zu Panaroma- und Forstweg für den motorisierten Verkehr gesperrt. Auf dem von Autofahrern gerne als Schleichweg zwischen Blaustein, Uni und Wohngebiet Eselsberg genutzten Weg dürfen künftig nur noch Radler und Fußgänger verkehren. "Das kommt den Bewohnern des Eselsbergs zugute, die jetzt vom Durchgangsverkehr befreit sind", sagte Wetzig. Mit der Fertigstellung der Straße werde ein wesentlicher Baustein für eine neue Verkehrsführung auf dem Oberen Eselsberg gesetzt, so der Baubürgermeister weiter. Ab sofort sind der Oberberghof und die künftigen Campus-Studentenwohnheime über Berliner Ring, Albert-Einstein-Allee und die Manfred-Börner-Straße zu erreichen.

Der Namenspatron gilt als Pionier der optoelektronischen Nachrichtenübermittlung und als Erfinder des Glasfasernetzes, für das er 1966 das Patent anmeldete. "Eine Errungenschaft, die die Welt verändert hat", sagte Prof. Wolfgang Witschel in seiner Laudatio. Von 1955 bis 1979 war Börner Leiter des Ulmer Forschungsinstituts der Firma Telefunken, das weltweit hohes Ansehen genoss. Der Physiker starb 1996 im Alter von 67 Jahren. Seine Witwe Antje Börner schnitt gestern gemeinsam mit Tochter Ditte Endriß das Band durch, was Wetzig als "große Ehre" bezeichnete.

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