„Wir bringen Generationen zusammen“, sagt Monika Heinrich vom Leitungsteam des ökumenischen Besuchsdiensts am Eselsberg. Zwei neue Projekte stehen jetzt in den Startlöchern: „Leihoma/Leihopa“ und „Jung trifft AltDigitale Medien einfach erklärt“. Am Sonntag, 19. Januar, werden beide bei einem Info-Nachmittag vorgestellt, ab 15 Uhr im Gemeindezentrum St. Klara, Virchowstraße 8.

Leihoma und Leihopa zur Unterstützung von Familien mit Kindern

Für Leihoma/-opa werden Menschen ab 55 Jahren gesucht, die ehrenamtlich einmal wöchentlich für ein bis zwei Stunden eine Familie mit Kindern unterstützen wollen. „Je nach Alter der Kinder und Bedarf geht es hier um Spaziergänge, Spielplatzbesuche, Vorlesen von Geschichten oder Unterstützung bei den Hausaufgaben“, erläutert Monika Heinrich die Idee. Einzige Voraussetzung ist, dass die Senioren „Spaß an Kontakt haben“ und gern mit Kindern zusammen sind. Für die Gestaltung der Treffen gebe es keine Vorgaben.

Für das Projekt haben die Organisatoren mit Flyern am Eselsberg geworben, außerdem wurden alle Kindergärten im Stadtteil angeschrieben. Das Engagement als Leihoma oder -opa eignet sich auch für Senioren, die alleine leben oder deren Familie weit weg wohnt.

Whatsapp & Co. - Hilfe bei digitalen Medien

Bei „Alt trifft Jung – Digitale Medien einfach erklärt“ sind die Rollen andersherum verteilt. Hier suchen die Initiatoren Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren, die älteren Menschen bei Problemen im Umgang mit Internet, Whatsapp und ähnlichem helfen. Das soll bei drei Treffen im Bürgerzentrum Eselsberg passieren. „Das ist kein Kurs oder ein regelmäßiges Angebot“, betont Heinrich, „sondern es geht darum, einfache Grundlagen zu erläutern.“

Nun sind die Organisatoren gespannt, ob sich Interessierte finden, die die Ideen in die Tat umsetzen. Das Info-Treffen am Sonntag sei bewusst als „lockere Runde“ geplant, bei der die Besucher auch Spaß haben und sich kennen lernen können. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen, Spiel- und Bastelangebote. Es wird eine Pinnwand aufgestellt, auf der Wünsche geäußert werden und sich Menschen eintragen können, die Hilfe anbieten oder brauchen.

Stadt fördert die beiden neuen Projekte in Ulm

„Verschiedene Generationen haben verschiedene Talente. Und Begegnungen können den Horizont erweitern und das Bewusstsein für die jeweils andere Generation schärfen“, sagt Monika Heinrich vom Organisationsteam. Die beiden neuen Projekte werden auch von der Stadt im Rahmen der Quartierssozialarbeit am Eselsberg gefördert. Den ökumenischen Besuchsdienst gibt es seit über zehn Jahren.