DRK Neue Führung beim Roten Kreuz Ulm

Guido Mayer (rechts) führte mehr als 18 Jahre die Geschäfte des Ulmer Roten Kreuzes. Sein Nachfolger ist Eckart Fuchs, dessen Stellvertreterin Esther Heipp.
Guido Mayer (rechts) führte mehr als 18 Jahre die Geschäfte des Ulmer Roten Kreuzes. Sein Nachfolger ist Eckart Fuchs, dessen Stellvertreterin Esther Heipp. © Foto: Rotes Kreuz
Ulm / swp 02.01.2018

Die lange angestrebte Fusion der DRK-Rettungsdienste Ulm und Heidenheim ist unter Dach und Fach, der Kreisverband Ulm steht wirtschaftlich gut da, und die Nachfolge ist geregelt: Guido Mayer geht mit einem guten Gefühl in den Ruhestand. Mehr als 18 Jahre lang war er als Geschäftsführer verantwortlich für die Entwicklung des Kreisverbands Ulm des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Dieses Amt hat zum 1. Januar sein bisheriger Stellvertreter Eckart Fuchs übernommen. Dessen Nachfolgerin ist Esther Heipp. Beide sind hauptamtlicher Vorstand des Kreisverbands.

Seit Guido Mayer 1999 die Geschäftsführung des Kreisverbands übernahm, hat sich die Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter von 80 auf 300 erhöht. Der Umsatz von Kreisverband und Rettungsdienst stieg von fünf Millionen DM im Jahr 1999 auf 16 Millionen Euro im Jahr 2016. Solides Wirtschaften, aber auch Investitionsbereitschaft und Mut zu neuen Wegen zeichneten Mayers Führung aus, wie bei der Verabschiedung vielfach betont wurde, teilt das DRK mit. So sei es seiner Weitsicht zu verdanken, dass der Rettungsdienst in Ulm nicht über Personalnot klagt. Denn der nahm die Ausbildung von Notfallsanitätern bereits zu einem Zeitpunkt auf, als deren Finanzierung landesweit noch nicht gesichert war. „Wir gingen das Risiko ein und in Vorleistung“, so Mayer.

Der Ulmer OB Gunter Czisch und DRK-Landesgeschäftsführer Hans Heinz hoben hervor, dass während Mayers Amtszeit vier Rettungswachen (in Blaubeuren, Laichingen, Ulm und Ehingen) gebaut wurden, der Boden für den fünften Neubau – auf dem Oberen Eselsberg – ist bereitet. Mit der Gründung der Rettungsdienst gGmbH Heidenheim-Ulm wurde die organisatorische Trennung von Rettungsdienst und Kreisverband vollzogen. Der kann sich künftig auf die Stärkung des Ehrenamts wie im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, Sanitätsdienst und den Ausbau der sozialen Dienste konzentrieren.

Der neue Kreisgeschäftsführer Fuchs arbeitet seit 1980 beim DRK Ulm und war 18 Jahre lang als Stellvertreter von Mayer unter anderem für die ehrenamtlichen Rotkreuzdienste zuständig. Seine Stellvertreterin, die Psychologin Esther Heipp, baute mit ihrem Team die Angebote im Sozialraum Wiblingen auf, darunter die Begegnungsstätte und den Quartierstreff Café Alma.

In enger Absprache mit der Stadt Ulm, dem Alb-Donau-Kreis und den Wohlfahrtsverbänden werde das DRK weitere Aufgaben im Sozialbereich übernehmen – auch im Blick auf den gesellschaftlichen Wandel und veränderte soziale Strukturen, kündigte Fuchs an. „Entscheidend ist für uns die Nähe zu den Menschen“, sagte Esther Heipp. „Wir richten unsere Angebote für Jung und Alt danach aus, was die Menschen vor Ort brauchen.“ Anliegen des DRK sei auch, gesellschaftliche Teilhabe und soziale Kontakte der Menschen zu fördern.

Das Rote Kreuz Ulm in Zahlen

Kreisverband Das DRK Ulm hat mehr als 300 hauptamtliche und mehr als 1000 ehrenamtliche Mitarbeiter sowie rund 17 000 Mitglieder. Allein in den sechs Tafelläden in Ulm und im Alb-Donau-Kreis sind 300 Helfer tätig. Das Umsatzvolumen des Kreisverbands liegt bei 16 Millionen Euro pro Jahr.

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