Arbeitsmarkt Neue Chefin des Jobcenters im Amt

Michelle Flohr kennt Ulm noch aus ihrer Jugend, als sie wie Gunter Czisch auf der Friedrich-List-Schule war.
Michelle Flohr kennt Ulm noch aus ihrer Jugend, als sie wie Gunter Czisch auf der Friedrich-List-Schule war. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / jkl 26.07.2018
Michelle Flohr wurde als neue Geschäftsführerin des Jobcenters vorgestellt.

„Ulm für Fortgeschrittene“ hatte Oberbürgermeister Gunter Czisch gestern als Begrüßungsgeschenk für die neue Geschäftsführerin des Jobcenters Ulm, Michelle Flohr, dabei. „Nachdem Sie ja nicht wirklich neu in Ulm sind“, wie Czisch beim Empfang im Rathaus anmerkte. Wie Czisch besuchte die in Altheim bei Ehingen aufgewachsene Flohr die Friedrich-List-Schule. „Wenn das kein gutes Omen ist“, sagte Flohr.

Flohr leitet bereits seit Monatsanfang das Jobcenter am Willi-Brandt-Platz. „Sie sind Diener gleich zweier Herren“, sagte Czisch mit Blick auf die Organisation des Jobcenters, das von der Agentur für Arbeit ebenso wie von der Stadt Ulm finanziert wird. Ob das nun Vorteil oder Nachteil sei, könne er nicht sagen. „Zumindest kann man sich raussuchen, auf wen man hört“, fügte er augenzwinkernd an.

Integration von Langzeitarbeitslosen

Für die anstehenden Aufgaben bringe die 37-Jährige, die in einem Forschungsprojekt zur sozialen Integration von Langzeitarbeitslosen promoviert hat, gute Voraussetzungen mit. „Ich bin ein Kind der Sozialpolitik“, sagt Flohr von sich selbst. „Ich möchte einen familienzentrierten Ansatz verfolgen.“ Schwerpunkte seien die Integration von Langzeitarbeitslosen, Leistungsbezieher mit Kindern und Migranten. „Die Bedürftigkeit unserer Kunden hat sich verändert“, weiß Flohr. Zwar betreue das Jobcenter immer weniger Menschen, „diejenigen brauchen dafür eine intensivere Betreuung.“ Das Jobcenter stehe gut da. „Aber um etwas zu erhalten, muss man sich anstrengen.“ Flohr, die mit ihrem Mann und zwei Kindern von München, wo sie beim Landratsamt tätig war, nach Ulm gezogen ist, möchte Kreative Lösungen entwickeln, um die Menschen wieder in Arbeit zu bringen. 

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