Ulm Neue Akzente im Ulmer Zelt

Starkes Team: Der Löwenanteil der Mitarbeiter – hier ein Gruppenfoto von 2015 – ist ehrenamtlich tätig.
Starkes Team: Der Löwenanteil der Mitarbeiter – hier ein Gruppenfoto von 2015 – ist ehrenamtlich tätig. © Foto: Ulmer Zelt
SWP 22.04.2016
Das verdient ein großes Wow: Das Ulmer Zelt geht in die 30. Spielzeit und verspricht mit einer Mischung aus neuen Ideen und bewährter Routine sieben famose, mit Kultur und Spaß erfüllte Wochen in der Friedrichsau.

Was in diesem Jahr neu ist. . .

1. Das Programm: Die Zeltler haben ein außergewöhnliches Jubiläumsprogramm auf die Beine gestellt, das auch beim jüngeren Publikum gut ankommen dürfte.

2. Ein Extra auf der Wiese: Zum runden Geburtstag tritt am Samstag, 11. Juni, der Zirkus Meer auf. Die Artisten werden von 17 Uhr an ihr Können mehrmals auf der Wiese beim Zelt unter Beweis stellen. Der Eintritt ist frei – bei schlechtem Wetter entfällt der Programmpunkt.

3. Eine Zugabe für den Nachwuchs: Das Kinderprogramm wird in diesem Jahr durch Walking-Acts bereichert.

4. Verstärkte Nachhaltigkeit: Das Festival bezieht Naturstrom und versucht Ressourcen zu schonen. Dabei soll auch möglichst vermieden werden, dass die externen gastronomischen Anbieter Einweggeschirr nutzen.

5. Neue Gesichter in der Organisation: Seit Anfang des Jahres ist die gebürtige Ulmerin Kathrin Thumerer für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit beim Ulmer Zelt zuständig. Ihre Vorgängerin Andrada Cretu bleibt dem Festival als ehrenamtliche Mitarbeiterin erhalten.

Veränderungen gibt es auch im Vorstand: Nach 13 Jahren hat sich Robbi Freudigmann, von Anbeginn des „Zelts“ im Team aktiv, nicht mehr zur Wahl gestellt. Er will zwar auch weiterhin mit anpacken, möchte aber einfach mehr Zeit für den Besuch der Veranstaltungen haben. Sein Nachfolger ist Michael Stuber, der als langjähriges Mitglied und durch seine Mitarbeit in verschiedenen Aufgabenbereichen und Gruppen die Zeltstrukturen bestens kennt.

 

Und was bleibt. . .

Es gibt in der Friedrichsau sieben Wochen Kultur am Stück, mit Rock und Pop, Indie, HipHop, Folk, Soul und Jazz, Kabarett und Comedy, Theater, Tanz und Varieté auf internationalem Niveau. In Zahlen bedeutet das:

35 Abendveranstaltungen,

28 mal Unterhaltung für Kinder,

18 mal Kultur in der Zelt-Lounge,

und 3 Flohmärkte.

Doch das unvergleichliche Zeltfeeling und den Ausnahme-Biergarten gäbe es nicht, wären da nicht die vielen Ehrenamtler, die die drei fest angestellten Zeltmitarbeiter unterstützen: Mehr als 100 Frauen und Männer legen sich ins Zeug, um die Kultur im Grünen so richtig zum Blühen zu bringen. Dabei ist die organisatorische Struktur des beliebten Zelt-Festivals eine ganz besondere – eine „Zeltokratie“. Will heißen: Wer regelmäßig mitarbeitet, hat im Plenum eine Stimme. Bei den Versammlungen wird dann gemeinsam entschieden, was in die Tat umgesetzt werden soll.