Neubau Neue Mehrzweckhalle in Gerlenhofen

Auf dieser Wiese, am Gerlenhofener Ortsrand westlich vom Musikerweg gelegen, soll die neue Mehrzweckhalle gebaut werden. Die Zufahrt wird nicht über den Musikerweg, sondern auf einer eigenen Straße erfolgen.
Auf dieser Wiese, am Gerlenhofener Ortsrand westlich vom Musikerweg gelegen, soll die neue Mehrzweckhalle gebaut werden. Die Zufahrt wird nicht über den Musikerweg, sondern auf einer eigenen Straße erfolgen. © Foto: Volkmar Könneke
Neu-Ulm / EDWIN RUSCHITZKA 03.12.2016

So einig war sich der Neu-Ulmer Stadtrat selten, so voll des Lobs ebenso. Während unter den Zuschauern einige Sportler des SV Gerlenhofen in ihren Trainingswesten saßen, beschloss der Stadtrat einstimmig den Bau einer neuen Mehrzweckhalle im Neu-Ulmer Stadtteil, genauer am Musikerweg.

Lange waren in der Stadt und in den Fraktionen zwei Varianten diskutiert worden, Sanierung oder Neubau. Die Sanierung der Ulrichshalle hätte zwischen 5 und 6 Millionen Euro gekostet. Für einen Neubau waren anfangs 6,7 Millionen Euro angesetzt worden. Dieser Plan wurde indes vom Architekturbüro überarbeitet und abgespeckt  – und zwar so stark, dass am Ende im April dieses Jahres nur noch 5,8 Millionen Euro im Raum standen. Eine weitere Sparrunde hatte dann weitere Kürzungen zufolge, so dass jetzt von einem Neubaupreis in Höhe von 5,2 Millionen Euro ausgegangen wird. Dazu kommen noch die Abbruchkosten der Ulrichshalle in Höhe von 300.000 Euro.

Und so wurden in der Beschlussvorlage auch die Gesamtkosten in Höhe von 5,5 Millionen Euro in Stein gemeißelt, also schriftlich festgelegt. Das Fazit von OB Gerold Noerenberg: „Das war ein steiniger Weg!“ Der Vorteil eines Neubaus, der zwar immer noch teurer als die Sanierung kommt, liege auf der Hand: „Bei einer Sanierungszeit von 18 Monaten wäre die Ulrichshalle nur teilweise nutzbar gewesen.“ So aber kann der Sportbetrieb nahtlos von der Ulrichshalle in den Neubau umziehen.

Das Raumkonzept für die neue Mehrzweckhalle, die 2017 und 2018 gebaut wird, wurde mit örtlichen Vereinen besprochen. Statt einer vollständigen Gastronomie wird es nur noch eine Cateringküche geben. In der Halle, die keine reine Sporthalle wird, werden auch die Schützen und Kegler unterkommen, wobei die Schützen ihre alte Schießanlage in die neue Halle mitnehmen werden. Den Innenausbau wollen die Schützen mit Eigenleistungen bewerkstelligen. Die Halle kann zudem von der Arbeiterwohlfahrt, vom Singverein und vom GAU genutzt werden. Und für die Fußballer in Gerlenhofen sollen die Umkleidekabinen in der neuen Halle eingebaut werden.

Sprecher aller Fraktionen lobten das Konzept, zumal auf dem Gelände der alten Ulrichshalle ein kleines Neubaugebiet entstehen kann. CSU, SPD, Grüne, Freie Wähler und PRO Neu-Ulm überschlugen sich bei Loben. Und auch FDP freute sich „extrem“, so Fraktionschef Schömig. Worauf sich der OB freute – und zwar darüber, „dass jetzt auch die FDP zur Hallenbauerin wird“. Die FDP steht fast schon traditionell den Hallenneubauplänen in Neu-Ulm eher skeptisch gegenüber. Der hohen Kosten wegen.

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