Bildung Neubau am Essinger

Ulm / Ute Gallbronner 27.07.2018

Der Neubau an den Anna-Essinger-Schulen nimmt langsam Formen an, wenn auch erst einmal nur auf dem Papier oder genauer gesagt im Modell existiert. Zehn Entwürfe wurden eingereicht. Die wichtigste Entscheidung der Jury: Der Neubau soll ein eigenes, alleinstehendes Gebäude werden und zwar im Westen, wo derzeit noch der Bolzplatz ist. Der siegreiche Entwurf lehne sich an das an, was bereits bei den beruflichen Schulen auf dem Kuhberg realisiert worden ist. „Damit wird der Campus-Gedanke weitergeführt“, sagt Gerhard Semler, Abteilungsleiter Bildung bei der Stadt.

Zudem werden die Schüler-Ströme weiter verteilt. Schon mit dem Bau der Mensa hatte der Nebeneingang der Anna-Essinger-Schulen an Bedeutung gewonnen, womit der Haupteingang am Atrium entlastet wurde. Nun kommt ein weiterer Eingang dazu, was bei rund 1500 Schülern, die täglich rein und raus wollen, eine Erleichterung ist.

Wichtig war allen Beteiligten, dass das pädagogische Konzept der Clusterbildung und zunehmender Differenzierung auch baulich umgesetzt werden kann. Dies sei in einem Solitärbau einfach besser zu realisieren. „Nur emotional ist es vielleicht ein bisschen schwieriger“, sagt Semler. Denn natürlich wolle jeder lieber in neuen Räumen unterrichten als in alten. Den Schülern kann es leidlich egal sein, denn sie werden auf jeden Fall in den Genuss kommen, da es an den Essinger-Schulen keine Klassenzimmer im eigentlichen Wortsinn gibt, sondern jeder Lehrer seinen Raum hat und die Schüler wandern. Die Wege werden mit dem Neubau natürlich länger.

Bolzplatz muss ersetzt werden

Als zertifizierte Schulen mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt müssen Realschule und Gymnasium entsprechende Voraussetzungen haben – schon allein deshalb muss der Bolzplatz ersetzt werden. „Es gibt bereits ein ausgearbeitetes Konzept der Schulen“, sagt Semler. Damit das auch mit Leben erfüllt wird, braucht es entsprechende Gerätschaften und hier wird die Stadt auch Geld in die Hand nehmen.

Was die Kosten für den Neubau angeht, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Semler rechnet mit mindestens acht Millionen Euro. Die Ausschreibung soll im kommenden Jahr erfolgen, Baubeginn wird frühestens 2020, vielleicht auch erst 2021 sein. Noch deutlich länger wird es wohl mit der Sanierung des bestehenden Gebäudes dauern. Zumindest dürfte es nicht direkt im Anschluss losgehen. Die Kosten werden sich vermutlich auf weitere 13 Millionen Euro belaufen. Mindestens. 

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