Finanzen Neu-Ulmer Millionen für den Campus

So soll er mal aussehen: der Orange Campus.
So soll er mal aussehen: der Orange Campus. © Foto: Archiv
Neu-Ulm / Edwin Ruschitzka 25.07.2018
1,5 Millionen Euro schießt die Stadt Neu-Ulm dem Orange Campus zu. Und es gibt auch noch ein Darlehen.

Der Beschluss des Ulmer Gemeinderats fiel am 18. Juli – nach umfangreichen, sich über Monate hinziehenden  Beratungen und aufgeregten Diskussionen mit 38 Ja-Stimmen und einem Nein: Der Orange Campus der Ulmer Basketballer kann auf dem Gelände des alten Donaubads gebaut werden. Am Mittwoch hat der Neu-Ulmer Stadtrat nachgezogen. Dort waren die Diskussionen stets sehr viel unaufgeregter als in Ulm. Der Beschluss in der letzten Stadtratssitzung vor den Sommerferien war einstimmig und somit noch deutlicher als das Votum in Ulm.

Die Finanzierung für das ehrgeizige Projekt steht mit Eigenmitteln des Vereins und mit Bankkrediten. Die Städte werden sich mit Zuschüssen und Darlehen am 23-Millionen-Euro-Projekt beteiligen. Das heißt, dass sie den Vereinsteil des Projekts mitfinanzieren, nicht aber  den GmbH-Teil. Diese Trennung in einen öffentlichen und einen privaten Teil war das Ergebnis der Diskussion in Ulm – und wurde gestern auch in Neu-Ulm gutgeheißen. Etwa 12 Millionen Euro kommen also aus Zuschüssen der Städte sowie aus Mitteln des Landessportbundes und über öffentliche Darlehen. Etwas mehr als 11 Millionen Euro müssen die Basketballer selbst aufbringen. Ulm wird 3 Millionen Euro aus Mitteln der Sportförderung zuschießen, Neu-Ulm 1,5 Millionen Euro. Beide Städte gewähren auch noch Darlehen: Ulm knapp 3 Millionen Euro, Neu-Ulm nicht ganz 1 Million.

Sportoase an der Donau

Nachdem Kämmerer Berthold Stier die Vertragsmodalitäten mit den Basketballern, also dem Verein BBU und der Orange Campus GmbH, vorgestellt hatte und sich die Bemerkung nicht verkniff, dass man das Ganze früher hätte aufs Gleis bringen können, meldeten sich Sprecher aller Fraktionen zu Wort. In den Zuhörerreihen war das Basketballmanagement zahlreich vertreten. Laut Johannes Stingl (CSU) werde mit dem Beschluss „Stadtgeschichte geschrieben“. Das Ganze sei auch ein Beleg für die gute Zusammenarbeit der beiden Städte. Christa Wanke (FDP) sieht die Basketballer damit allerdings „zum Erfolg gezwungen“. Rudolf Erne (SPD) und Christina Richtmann (FWG) wünschten den Basketballern, dass alles nach Plan gedeihe. Mechthild Destruelle (Grüne) freut sich einfach nur. Und für Siegfried Meßner (PRO Neu-Ulm) ist der Campus auch eine Werbung für Ulm und Neu-Ulm. „Und wir verschönern das Donauufer.“

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel