Neu-Ulm Neu-Ulmer FDP will mehr über Flüchtlinge wissen

SwWP 31.08.2014
Die Neu-Ulmer FDP-Fraktion möchte, dass der Stadtrat eine Flüchtlingsunterkunft besucht. Das schrieb sie an OB Gerold Noerenberg. Es gelte, sich für "das Wohlergehen der Betroffenen" zu interessieren und zu helfen.

Auch wenn die Stadt Neu-Ulm als kreisangehörige Kommune nicht für die Unterbringung von Asylbewerbern zuständig ist, sollte sie sich doch für „das Wohlergehen der Betroffenen“ interessieren und helfen, wo es geht. Das findet die FDP-Fraktion, die sich zusammen mit Christa Wanke (CSU) mit einem Antrag an OB Gerold Noerenberg gewandt hat. Die Stadtverwaltung soll sich mit den zuständigen Behörden in Verbindung setzen, damit der Neu-Ulmer Stadtrat eine Flüchtlingsunterkunft besuchen und sich ein Bild von der Unterbringung machen kann. Ein dort tätiger Sozialarbeiter sollte zudem über den aktuellen Bedarf und die Probleme berichten, heißt es in dem von Fraktionschef Dr. Alfred Schömig unterzeichneten Brief.

Schömig nimmt auch Bezug auf einen Antrag der Grünen, die fordern, dass die Stadt Neu-Ulm sich angesichts steigender Flüchtlingszahlen für weitere Wohnmöglichkeiten einsetzt. Die FDP kommt mit einem konkreten Vorschlag: Womöglich könnten die derzeit als Studentenwohnheime genutzten Häuser in Wiley-Mitte nach dem Umzug der Studenten 2015 in das nahe neue Wohnheim als Asylbewerberunterkünfte genutzt werden. Die Stadtverwaltung soll den Vorschlag prüfen und bewerten, heißt es in dem Antrag. Der Stadtrat müsse sich mit den steigenden Flüchtlingszahlen auseinandersetzen. „Wir halten dieses Thema für wichtig.“