Neu-Ulm Neu-Ulm: Früher war mehr Sex

Die Neu-Ulmer müssen noch bis Frühjahr 2015 warten - dann wird die Stadt sexy. Und wie! Kündigt die Glacis-Galerie an.
Die Neu-Ulmer müssen noch bis Frühjahr 2015 warten - dann wird die Stadt sexy. Und wie! Kündigt die Glacis-Galerie an. © Foto: Matthias Kessler
Neu-Ulm / RUDI KÜBLER 01.01.2014
Neu-Ulmer, das neue Jahr meint es nicht gut mit Euch! Jetzt müsst Ihr tapfer sein! Der Sex kommt erst 2015 – sagt die Glacis-Galerie.
Es gibt Städte, die sind purer Sex. Paris, New York, Rio beispielsweise – glaubt man Klaus Wowereit, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, dann gehört die Hauptstadt auch in diese Kategorie. Doch dann wird es ganz schön eng mit der erotischen Attraktivität. Rom? Vielleicht. Ob mit oder ohne Vatikan, das ist eine Frage der Konfession. Neapel? Eine etwas abgehalfterte Nummer.

Und dann ist da Neu-Ulm, die junge Stadt. Was sich nach Blümchen-Sex anhört. Bei genauer Betrachtung bleiben aber höchstens die paar Blümchen, die jedes Frühjahr auf dem Augsburger-Tor-Platz – der in Wirklichkeit gar kein Platz ist – gepflanzt werden. Neu-Ulm, so viel steht jetzt schon fest, wird auch 2014 in der Sex-Rangliste eher weiter unten angesiedelt sein. Die Glacis-Galerie hat es den Neu-Ulmern sogar schriftlich gegeben, der Sex kommt erst 2015 – und auch dann erst im Frühjahr, wie auf den Werbetafeln rund um die Baustelle entlang der Bahnhof- und der Hermann-Köhl-Straße zu lesen ist.

Ja, früher war wenigstens noch ein bisschen Erotik, oder so. Sagen manche und erinnern sich wehmütig an Beate Merk, die jetzige Europameisterin, pardon: Europaministerin in Sachen Attraktivität. Zweifellos wird Neu-Ulm aber in den nächsten drei Monaten einen Testosteron-Schub erhalten: Drei, wenn nicht sogar vier Männer werden sich einen Kampf um den OB-Sessel liefern, dass es nur so kracht. Egal, wer gewinnt: Neu-Ulm wird dann in der Sex-Rangliste ein paar Plätze nach oben gut machen – und vielleicht sogar Recklinghausen hinter sich lassen.

Wie steht es eigentlich um den Sex in Ulm? Ach, lassen wir das! Ivo Gönner wird’s schon richten …