Festlichkeiten Stadtjubiläum: Neu-Ulm will bezaubern

Neu-Ulm / Edwin Ruschitzka 09.08.2018
Die ersten Programmpunkte fürs Jubiläum stehen. Es gibt einen Zauberwettbewerb und das Donaucenter wird illuminiert.

Neu-Ulm lebt neu. So heißt der Slogan, unter dem die Stadt Neu-Ulm im nächsten Jahr feiern wird, dass sie vom Märchenkönig Ludwig II. 1869 zur Stadt erhoben worden ist. Am Donnerstag wurden die ersten Programmpunkte von OB Gerold Noerenberg, dem städtischen Festorganisator Ralf Mager und dem Zauberkünstler Florian Zimmer vorgestellt. Die Art und Weise, wie Neu-Ulm feiert, ist tatsächlich neu.

Dass der in Ulm lebende Magier am Donnerstag mit von der Partie war, ist nicht nur damit begründet, dass er in Wiley-Nord im nächsten Jahr ein eigenes Zaubertheater bauen und auch betreiben will. Nein, Zimmer wird die Eröffnung der Feierlichkeiten in der Ratiopharm-Arena in wesentlichen Teilen persönlich mitgestalten. Natürlich wird es den obligatorischen Festakt zur Eröffnung geben, aber nicht nur: Im Anschluss daran sollen sich sechs internationale Zauberkünstler aus ganz verschiedenen Bereichen um den „Internationalen Kulturpreis der Zauberkunst der Stadt Neu-Ulm“ bewerben.

Publikum stimmt selbst ab

Den wird eine Fachjury vergeben, und die 4500 Besucher, die an diesem Tag kostenlos mit dabei sein dürfen, werden einen Publikumspreis bestimmen. Beide sind mit jeweils 5000 Euro dotiert. Zimmer nimmt natürlich nicht selbst teil, er wird die Künstler einladen und durch den Abend führen. Der 7. April als Eröffnungstag wurde mit Bedacht gewählt, denn seit dem 7. April 1811 gibt es Neu-Ulm als eigene Gebietskörperschaft, losgelöst von Ulm und am rechten Donauufer liegend.

Festjahr endet im September

Abgeschlossen wird das Festjahr am 29. September, ebenfalls ein Tag mit historischer Bedeutung. Am 29. September 1869 war Neu-Ulm zur Stadt erhoben worden. 150 Jahre später werden die Festlichkeiten mit Pauken und Trompeten beendet. Vorgesehen ist ein Trommler-Event in der Ratiopharm-Arena, an dem sich 1500 Neu-Ulmerinnen und Neu-Ulmer beteiligen sollen. 6000 Zuschauer sind möglich. Nach der Sommerpause sollen Trommler akquiriert werden. Schulen, soziale Einrichtungen, Gruppen und Vereine werden dazu angeschrieben.

Die Frage, ob sich zur Eröffnung oder zum Abschluss der Feierlichkeiten politische Prominenz angekündigt hat, beantwortete OB Gerold Noerenberg mit seinem ganz eigenen Humor: „Wir tun uns im Moment schwer zu beurteilen, wer im nächsten Jahr noch prominent ist.“

Leuchtturmprojekte und Neu-Ulms schönstes Gebäude

Zwischen dem 7. April und dem 29. September wird es Veranstaltungen geben, darunter elf so genannte Leuchtturmprojekte, die Neu-Ulm über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machen sollen. Am ersten Juni-Wochenende wird das Stadtfest größer gefeiert, nicht nur in der Innenstadt, sondern auch an und auf der Donau, unter anderem auf einer Flussbühne. Abends soll „Neu-Ulms schönstes Gebäude illuminiert werden“ (Ralf Mager): das Donaucenter.

Ende Juni werden Neu-Ulmer Bürger theaterspielend im Glacispark die Neu-Ulmer Geschichte szenisch darstellen. Das Drehbuch stammt von Florian L. Arnold, die Regie wird Marion Weidenfeld übernehmen. „Neu-Ulm spielt“ soll am 6. Juli größer werden, ebenso das Straßenkulturfest am 17. und 18. August.

Vom 6. bis 8. September wird im Wiley-Park an die Amerikaner in Neu-Ulmer erinnert, mit Spiel und Sport, Musik und einem Autokino. Und am 14. und 15. September werden wiederum im Wiley-Park neue Trendsportarten präsentiert. Wieder getreu dem Motto: „Neu-Ulm lebt neu!“

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Bürgerbeteiligung wird großgeschrieben

Fest Die Stadt Neu-Ulm will im nächsten Jahr vor allem ihre Bürger feiern lassen. Die werden sich an vielen Veranstaltungen beteiligen:

Publikumspreis Beim Internationalen Zauberwettbewerb werden sie am 7. April einen Publikumspreis vergeben.

Trendsportarten Im Wiley Sport- und Freizeitpark werden sie am 14. und 15. September moderne Sportarten.

Trommeln Dann zum Abschluss mit Pauken und Trompeten sollen am 29. September 1500 Neu-Ulmer trommeln, was in der Ratiopharm-Arena etwa 6000 Menschen verfolgen können.

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