Ulm / cst Am 11. März 2011 kam es im japanischen Fukushima in drei Atomreaktoren zur radioaktiven Kernschmelze.

„Acht Jahre danach dauert die unkontrollierte Freisetzung von Radioaktivität in die Umgebung und in das Meer immer noch an“, teilt Hans-Peter Zagermann, Vorsitzender der Naturfreunde Ulm, mit. Die gesundheitlichen Folgen würden weiter verharmlost und geleugnet.

Trotz Fukushima seien in Deutschland immer noch sieben Atomreaktoren in Betrieb und sollen bis 2023 weiteren Atomstrom und Atommüll produzieren. Dabei könnten erneuerbare Energien den Atomstrom längst ersetzen, sagt Zagermann. „Der umweltschädliche Dreckstrom verstopft die Leitungen und verhindert die weitere rasche Energiewende.“ Mit den seit 2017 geltenden Zwangsvorschriften solle die erfolgreiche dezentrale Energiewende mit inzwischen 41 Prozent der Nettostromerzeugung ausgebremst werden. Die Energiewende werde künstlich teuer gerechnet und zusätzlich mit Milliarden Euro teuren Privilegien zu Gunsten der Stromkonzerne belastet.

Bis ein Standort für ein Endlager von Atommüll feststeht, sind die radioaktiven Stoffe in Zwischenlagern untergebracht - auch rund um Ulm.

Fast acht Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima haben sich die Bedingungen für die Tausenden Arbeiter in der Atomruine nach Angaben des ...