Theater Nachtkritik: Jubelstürme für „Spamalot“ am Theater Ulm

Magdi Aboul-Kheir 01.12.2016

Was blödelt ihr da sinnlos in Camelot herum?“, dröhnt Gott aus dem Off. Aber genau darum geht es doch: herumblödeln! Und weil das in Benjamin Künzels Inszenierung von „Monty Python’s Spamalot“ am Theater Ulm so lustig gelingt, wurde die Premiere am Donnerstagabend mit Jubelstürmen gefeiert. Frei nach dem Film „Die Ritter der Kokosnuss“ haben Python-Barde Eric Idle und Komponist John Du Prez in dem Erfolgsstück die Artus-Legende verwurstet und dabei das Musical-Genre parodiert. Entsprechend macht sich das prima aufgelegte Schauspiel-Ensemble – unterstützt von der ebenso gewitzten Ballett-Compagnie – auf die Suche nach dem Heiligen Gral. Auf dem Weg finden sich reichlich Regie-Gags und viele Showeinlagen. Ein Extra-Lob haben sich die Kostüm-Abteilung und die Musiker verdient: Joo Kraus nimmt samt Band und Streichern die Komposition genau so ernst, dass sich daraus Humor entwickeln kann. Und gesungen wurde auch prima. Das Ergebnis: Zweieinviertel Stunden Spaß!