Wie die Deutsche Bahn in einer Pressemitteilung am Mittwoch bekannt gegeben hat, seien die Bahnstrecken im Südwesten zwar wieder frei – doch nun müssten durch Schnee und Eis verursachte Schäden beseitigt werden.

Beschädigt wurden unter anderem 17 Triebwagen der Baureihe VT 650 bei Fahrten auf den Strecken im württembergischen Allgäu und nach Memmingen und Lindau sowie im Donautal. Da diese Züge auch zwischen Friedrichshafen und Radolfzell sowie zwischen Ulm, Biberach und Aulendorf eingesetzt werden, kommt es aktuell auch dort zu Einschränkungen und Verspätungen.

Die betroffenen Fahrzeuge werden aktuell in Ulm repariert. Daher kommt es bis voraussichtlich Ende dieser Woche zu Einschränkungen.

Zwischen Markdorf und Friedrichshafen gibt es bis einschließlich 18. Januar Schienenersatzverkehr mit Bussen. Im württembergischen Allgäu wird der Zugverkehr nach und nach wieder aufgenommen und durch einen Busnotverkehr gestützt. Aktuelle Infos gibt es beim DB-Streckenagenten.

Schaden höher als gedacht

Der Schaden sei höher ausgefallen als zunächst angenommen, erklärt Martin Selig von der Deutschen Bahn: „Die sogenannten Niederflurfahrzeuge, die wir in Baden-Württemberg im Regionalverkehr einsetzen, sind barrierefrei, leicht und ermöglichen damit ein zügiges Beschleunigen. Weil sich dadurch der Fahrzeugboden deutlich näher über den Gleisen bewegt, treten bei Schneemengen Schäden an den Fahrzeugen deutlich schneller auf als bei älteren Dieselloks.“

Vor allem Eisbrocken und vereiste Schneeverwehungen seien zum Problem geworden, berichtet Selig: „Insbesondere beschädigte Verkabelungen und verbogene Teile am Fahrzeugboden machen uns zu schaffen.“

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