„Männergeschichten“ heißt das Programm von Mutzky & the Mendolines. Da drängen sich  zwei Fragen auf: Warum die Anspielung auf Mandolinen? Die gibt es zwar, aber sie lehnen  während des ganzen Abends in der Theaterwerkstatt am hinteren Bühnenvorhang und geben keinen einzigen Ton von sich. Auf welchen Aspekt des Männertums sollen sie hinweisen? Uwe Nepomutzky alias „Mutzky“ von dieser Gruppe der Ulmer „Flugfische“ gibt darauf keine Antwort.

Zweitens: Warum drehen sich Männergeschichten immer um Frauen? Es gäbe doch genügend andere, ebenso aufregende Themen für die haarige Fraktion: Verbrennungsmotoren, Rasierapparate, Großwildjagd oder Fußball, um nur einige zu nennen.

Aber nein: Es geht um Frauen! Hin und wieder auch um ihre Schönheit und die Faszination, die sie auf uns ausüben. Aber vor allem ums Scheitern. Scheitern der ewigen Liebe, frei nach Erich Kästners „Einsam bist du sehr alleine, doch am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit . . .“; Scheitern im Bemühen zu verstehen, was das genau für Wesen sind, diese Frauen. Und was sie mit uns treiben: „Nur noch ein bisschen dressieren und ein bisschen korrigieren und dann kriegen wir das schon hin . . .“, wie bei Udo Lindenberg.

Das liest sich nun wie eine sehr negative Sicht auf die Frauen. Ganz so schlimm war die Premiere am Samstag nicht. Die Programmauswahl: aller Ehren wert. Witzig und melancholisch, nie platt oder langweilig. Von Bukowski über Rammstein zu Brecht. Musikalisch dezent assistiert von Gitarrist und Sänger Peter Anthony Siegel und Akkordeon-Könner Ivan Antonic. So weit, so schön – nur sollten große Texte auch großartig rezitiert werden.

In dieser Hinsicht hat Nepomutzky noch einiges an Arbeit vor sich. Das gleiche gilt für seine Fähigkeiten als Sänger. Musik von Max Raabe und den Comedian Harmonists – das passt. Aber bitte nicht Tom Waits („I Hope I Don’t Fall In Love With You“), da haben sich schon Bessere die Zähne ausgebissen.