Ulm Muss die Heimstraße wirklich umgebaut werden?

Radweg
Radweg © Foto: Könneke Volkmar
Ulm / Christine Liebhardt 29.06.2017
Viele Maßnahmen der Stadt zur Verbesserung des Radverkehrs sind sinnvoll. Aber muss die Heimstraße wirklich umgebaut werden?

Radfahren in der Stadt ist zurzeit nicht gerade der größte Spaß: Umständlich gilt es, Baustellen zu umkurven, Umwege auf sich zu nehmen und sich zwischen der sommerlichen Café-Bestuhlung durchzuschlängeln. Nichts davon wurde in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses diskutiert, gerade mal die Situation am Bahnhof wurde kurz gestreift. Dabei gäbe es Verbesserungsbedarf.

Sinnvoller investieren

Stattdessen ging es um viele kleine Stellschrauben – und die großen Fahrradstraßen-Projekte. Keine Frage, die Zeitblomstraße ist eine gelungene Verbindungsachse. Doch muss wirklich die Heimstraße umgebaut werden, in der ohnehin Tempo 30 gilt und nur ein paar Anwohner und Parkplatzsuchende fahren? Fraglich, ob auch nur eine Ulmerin mehr aufs Rad umsteigt, weil die Straße einen neuen Belag hat und man offiziell nebeneinander herfahren darf. Was viele gänzlich unbehelligt jetzt schon tun. Statt dieses Geld in die Heimstraße zu stecken, könnte man es in sinnvollere Achsen investieren.

Trotzdem: Viele Maßnahmen sind durchdacht, insbesondere die geplante Querungshilfe im Hafenbad. Und es ist bemerkenswert, wie vieles Friederike Christian dieses Jahr noch anschieben konnte, nachdem die Stelle ein halbes Jahr lang vakant war. Das spricht für die Notwendigkeit einer Fahrradbeauftragten.