Fast drei Stunden Abwechslung boten die Gruppen des Musischen Zentrums (MUZ) ihrem Publikum am Donnerstagabend im Stadthaus. Gewohnt klanggewaltig eröffnete die Uni Bigband mit dem Jazzstandard „Sing, Sing, Sing“ von Louis Prima den Abend. Weiterhin erfreuten Uni-Ballett, Schreibwerkstatt und ImproTheater das Publikum im vollbesetzten Stadthaus. Und dann gab es ein Wiedersehen mit den Exponaten des Skulpturensommers: Der akademische Bildhauer Frank Raendchen ließ die Freiluft-Schau Revue passieren.

Die Chormusik war beim Musischen Tag fest in der Hand der Familie Haupt. Sohn Manuel leitete den Kammerchor und überzeugte mit Werken aus der H-Moll Messe von Johann Sebastian Bach. Albrecht Haupt, der kürzlich seinen 85. Geburtstag gefeiert hat, hatte mit seinem Universitätschor Auszüge aus Händels Oratorium „Joshua“ einstudiert – zur Aufführung gehörte auch das bekannte Adventslied „Tochter Zion“. Zudem kamen Klassikfreunde bei den Auftritten des Universitätsorchesters sowie der Klavierklasse auf ihre Kosten. Im starken Kontrast dazu standen in jeder Hinsicht ungewöhnliche Darbietungen des Ensembles Experimentelle Musik und Kunst (EMU) – ihr Stück „ZeitNaht“ wurde von einer Nähmaschine begleitet – und der Sambagruppe „Gato Sorriso“.