Konzert Traditionskonzert an Weihnachten

Ulm / Christa Kanand 27.12.2017
500 Zuhörer feiern die St.­ Georgs-Chorknaben und Tenor Girard Rhoden in der Georgskirche mit Standing Ovations.

Längst ist aus der heiligen eine eilige Zeit geworden. Um so willkommener ist das Traditionskonzert  der  Ulmer St. Georgs-Chorknaben als Ausklang des  ersten Weihnachtsfeiertags. Ein Publikumsmagnet. Die sehr festliche Georgs­kirche war wieder voll besetzt bis hoch auf die  Orgel-Empore. Der Chor erfreute mit Klassikern und beliebten Christmas-Carols die gut 500 Besucher, schenkte besinnliche Worte und einen vielfältigen, etwas englischlastigen  Musikreigen zum Geheimnis der Geburt Christi in jener Nacht. Momente der inneren Einkehr in friedlosen Zeiten.

Wie ein Himmelhoch-Jauchzen erklang schon nach dem Einzug der knapp 80 Knaben und Jungmänner in roten Sweatern zwischen sieben und 25 Jahren die  Motette „Machet die Tore weit“ mit fugierten „Hosianna“-Rufen. Da konnten auch die Jüngsten auf der Tribüne vor dem Altar,  ebenso wie in den vierstimmigen A-cappella-Klassikern „Dixit Maria“ und „Es ist ein Ros entsprungen“, mit glockenhellen Sopranen schon prima mithalten.

Strahlende Chorsätze und  Solo-Auftritte von Girard Rhoden, dem Stimmbildner  der Chorknaben (neben Katarzyna Jagiello) und Tenor im Chor des Theaters Ulm, beeindruckten. Die Musik glänzte unter der zielsicher gestaltenden Leitung von Thomas Stang mit den Lichtern der vier Weihnachtstannen um die Wette. Mal beeindruckte der Chor  trotz  Einsatzpatzer der Tenöre in dem rhythmisch federnden,  modern arrangierten Renaissance-Gaudete mit feinem A-cappella-Format, mal rundeten Mathis Merkle (Cello) und der Wiblinger Kantor Albrecht Schmid am Flügel als empfindsame Begleiter  den Wohlklang ab.

Gänsehaut pur

Voller Pracht und Macht, als gelte es, Himmel und Erde zu umfassen, sorgte Rhoden stimmgewaltig mit einem Rezitativ  und der Arie „Ev´ry valley“ aus Georg Friedrich Händels Oratorium „Messias“ für Gänsehaut. Später  dann forderte er mit Plauderei und Christmas-Songs aus seiner US-Heimat, händeschüttelnd im  Mittelgang wandelnd,  spontanen Applaus heraus. Auch die  Chorknaben verbreiteten stimmschön auf Englisch mit dem Instrumental-Duo in eingängigen zeitgenössischen Carols von John Rutter, Gustav Holst und Andrew Carter sowie in  Johann Sebastian Bachs „Gloria sei dir gesungen“  und Händels „Tochter Zion“ herzerfrischenden  Weihnachtsjubel.

Nach einem gemeinsan „O du fröhliche“ mit Orgel (Albrecht Schmid) und Rutters berührender Wiegenlied-Zugabe  „Christmas Lullaby“ dankte das Publikum mit Standing Ovations den St. Georgs Chorknaben. die viel weihnachtliche Freude beschert hatten.

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