Ulm/Neu-Ulm / Lena Grundhuber  Uhr

„Schade, dass wir am Museumstag immer selber arbeiten müssen!“, findet Sabine Presuhn. Was hilft’s, wenn am Sonntag der Internationale Museumstag in Ulm und Neu-Ulm läuft, dann wird die Pressebeauftragte des Stadthauses wohl wieder nur das eigene Programm genießen können. Aber das ist so schlecht nicht: Neben zwei Lesungen mit Kai Bleifuß über „Das Eigenleben der Dinge“ (15/17 Uhr) eröffnet um 11 Uhr im Untergeschoss eine Schau mit einer Kinder-Kunst-Ausstellung, wobei die Einwerbung der Leihgaben in diesem Fall besonders viel Verhandlungsgeschick erforderte, wie Presuhn schmunzelnd erzählt. Wie immer ist der Eintritt im Stadthaus frei – doch an diesem Tag ist das auch in den anderen 17 Museen und Galerien so, so vielen wie noch nie.

Gut funktionierendes Netzwerk

„Wir sind der einzige Ort, an dem die Museen so eng zusammenarbeiten“, sagt der Direktor des Donauschwäbischen Zentralmuseums, Christian Glass, der in seinem Haus unter anderem ein Budapester Kaffeehaus einrichtet. Auch sonst gibt es ein paar Besonderheiten: So ist Herrn Zopf’s Friseurmuseum in Neu-Ulm zu besichtigen, das wohl zum letzten Mal in die Geschichte der Haarkunst einführt (sogar ein Barbier ist eingeladen). Erstmals nimmt auch die KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg teil.

Pünktlich zum Museumstag eröffnet ein Highlight der Region: Die Walther Collection in Burlafingen feiert von 11.30 Uhr an Vernissage mit zeitgenössischer chinesischer Fotografie und Medienkunst unter dem Titel „Life and Dreams“. Neben den großen Häusern wie dem Museum Ulm und der Kunsthalle Weishaupt, in denen Kunstexperten die Ausstellung „Warum Kunst?“ erläutern, gilt es, kleine Galerien wie die in der Sebastianskapelle zu entdecken, die unter anderem ihre Gebäudegeschichte aufrollt. Und wer sich das Programmheft zur Brust nimmt, der kann sogar ein paar Preise gewinnen.

Info Mehr zu den Veranstaltungen unter www.museumstag.de