Bauen Münchner Investor will Hotel am Allgäuer Ring errichten

Neu-Ulm / EDWIN RUSCHITZKA 04.12.2015
Alles kommt im Leben wieder. Sogar ein Hotel am Allgäuer Ring in Neu-Ulm. Ein Münchner Investor hat Pläne zur Bebauung vorgelegt. Neben einem Hotel sollen in drei Blocks auch Studentenwohnung entstehen.

Da war doch was. Richtig, bis 1991 stand am Allgäuer Ring ein siebengeschossiges Hotel, das sinnigerweise Ring-Hotel heiß. Es wurde abgebrochen, aber aus den ehrgeizigen Plänen der längst nicht mehr existenten Baufirma Trucksäss, dort ein Verwaltungszentrum mit Finanzamt zu bauen, wurde nichts. Letzteres kam in den ehemaligen US-Kasernen in Wiley-Nord unter. Das Gelände am Allgäuer Ring liegt seither brach, ein Biotop ist entstanden, wahrscheinlich mit Zauneidechsen in der 24. Generation. Das wird sich bald ändern.

Die Firma Cityprojekt Neu-Ulm GmbH mit Sitz in München hat Pläne zur Neubebauung eingereicht. Sie will auf dem fast 6000 Quadratmeter großen Grundstück nicht nur wieder ein ebenfalls siebengeschossiges Hotel neu hochziehen, mit insgesamt 123 Zimmern, sondern auch in drei sechs- und fünfgeschossigen Baukörpern insgesamt 262 Studentenwohnungen einrichten. Der gesamte Gebäudekomplex steht auf einer Tiefgarage mit 175 Stellplätzen.

Die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans wurde vom Stadtrat auch einstimmig verabschiedet. Aber ganz vom Tisch ist das Thema dennoch nicht. Denn problematisch und noch nicht ausdiskutiert sind zwei Themen.

Da ist zum Beispiel die Zu- und Abfahrt auf das Grundstück über die Memminger Straße. Die Abfahrt kann nach Ansicht der Stadtplanung nur nach rechts in südliche Richtung also zur B 10 hin erfolgen. Wer aber in die Innenstadt will, muss über die Baumgartenstraße einen Umweg in Kauf nehmen. Was den Investoren nicht gefällt. Und so prüft die Stadtverwaltung, ob in der Baumgartenstraße oder in der südlichen Memminger Straße eine Wendemöglichkeit (U-Turn) entstehen kann. Das sei sicher keine Traumlösung, das Ganze sei sicher auch nicht bequem, sagt Stadtbaudirektor Markus Krämer, aber andere Lösungen sieht die Stadtplanungsabteilung nicht. Denn: Noch sei unklar, welchen Platzbedarf die geplante Neugestaltung des Allgäuer Rings erfordere. Zu- und Abfahrten über die Ringstraße seien nicht zu empfehlen.

Anlass zur Kritik auch im Stadtrat sind die 175 Stellplätze in der Tiefgarage. Zu wenig, sagt die Stadt. Eigentlich müssten es 209 Parkplätze sein. Die fehlenden 34 Plätze will sich die Stadt für Geld ablösen lassen. Was aber keinen zusätzlichen Parkplatz bringt. Und das wurde von Stadträten dann auch kritisiert.