Im Mordfall Veltliner Weg wird in Kürze einem weiteren Verdächtigen der Prozess gemacht: Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, hat sie jetzt gegen einen 34-jährigen Mann aus Kirgisistan Mordanklage erhoben. Der Mann war vor gut drei Monaten aus Israel ausgeliefert worden.
Ihm wird vorgeworfen, bei einem Einbruch in der Dreikönigsnacht 2018 den 59-jährigen Bewohner getötet zu haben. An dem Einbruch waren drei weitere Komplizen beteiligt. Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft und hat sich selbst bislang nicht zur Tat geäußert.

Bewohner am Veltlinerweg in Ulm ausgeraubt geschlagen

Nach dem Anklagevorwurf fassten der 34-Jährige zusammen mit dem erstinstanzlich durch das Landgericht Ulm bereits verurteilten Ehepaar und einem weiteren Mittäter bereits zum Jahreswechsel 2017/2018 den Entschluss, in ein Gebäude im Veltliner Weg am Ulmer Eselsberg einzubrechen. Die Frau, die das Haus als Hauswirtschafterin kannte, soll den Tipp für das „lohnende Tatobjekt“ gegeben haben.
Während die Frau draußen vor dem Tatobjekt wartete, seien die drei Männer in das Haus eingebrochen. Als die 91-jährige Mutter und ihr 59 Jahre alter Sohn auf die Eindringlinge aufmerksam geworden seien, sollen die Täter den 59-Jährigen niedergeschlagen, mit einer zu diesem Zweck mitgebrachten Rolle Klebeband gefesselt und geknebelt haben. Sie hätten Geld und Schmuck gestohlen und seien verschwunden. Im Krankenhaus sei später der Tod des Sohnes aufgrund von Schlägen gegen den Kopf und durch Ersticken festgestellt worden.
Etwa eine Woche zuvor soll der Angeschuldigte laut Staatsanwaltschaft auch in ein anderes Gebäude am Ulmer Eselsberg eingebrochen sein und Bargeld und Wertgegenstände im Gesamtwert von 550 € entwendet haben.
Sein Verhalten wertet die Staasanwaltschaft als Mord. Der Mann habe aus Habgier getötet und den Raub vertuschen wollen
Von Anfang an waren die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft von vier Tätern ausgegangen. Nach dem vierten mutmaßlichen Tatbeteiligten wird weiterhin gefahndet.