Wilhelmsburg Moltke & Mörike: Newcomer auf dem Weg nach oben

Moltke & Mörike: Jonas, Erik und Matthis (v.l.).
Moltke & Mörike: Jonas, Erik und Matthis (v.l.). © Foto: Yvonne Birkle
Ulm / Claudia Reicherter 08.08.2018

Anfang des Jahres kannte sie fast keiner: Moltke & Mörike. Dann ging die Langenauer Band, die seit eineinhalb Jahren unter diesem Namen zusammenspielt, als Vorrundensieger und Publikumsfavorit aus dem städtischen Vorentscheid des Emergenza Bandcontests im Club Schilli hervor. Dort waren die drei Musiker, die sich schon vom Kindergarten her kennen, im Januar erst zum vierten Mal öffentlich aufgetreten. Im Februar waren sie „Emergenza Band des Monats“: „Innovativer Rock von einem Ulmer Dachboden“, hieß es auf der Website. Die geografische Unschärfe wurde ein paar Zeilen weiter konkretisiert: Moltke & Mörike stamme aus einem „kleinen Kaff bei Ulm“.

Von Rom, wo Emergenza 1992 entstand, und München, wo die deutschen Veranstalter sitzen, mag es so scheinen. Bassist Erik Kasenow (19), Gitarrist Jonas (20) und sein Bruder, Drummer Matthis Vögele (17) halten ihre Heimatstadt weder für den Nabel noch fürs Ende der Welt – auch wenn es einem manchmal so vorkomme. Viel wichtiger: In dieser Bandbiografie steht, die „neue, junge, hoffnungsvolle Band im Ulmer Rockolymp“ habe „den Club sprichwörtlich zerlegt“.

So folgten bald weitere Auftritte, im Münchner Backstage, beim Emergenza-Regio­nal-Semifinale in Biberach, wo es Jonas Vögele zufolge „leider nicht so gut für uns lief“, im März bei „Bands gegen Rechts“ im Beteigeuze, im Juni als Vorband von Die Autos am Club Action und Ende Juli vor Patrick Wieland und Coby Grant beim Langenauer Kinderfest.

Morgen, Donnerstag, steht die Band, deren Name auf zwei Straßen in Langenau zurückgeht, wo die drei ihren Freunden zufolge früher oft anzutreffen waren, beim einzigen Rock-Konzert im Programm von „Donnerstag auf der Burg“ auf der Freiluft-Bühne des „Pop Up Space Wilhelmsburg“ – veranstaltet vom Studentencafé, Arbeitskreis Kultur und Verein Kunstwerk.

Als eines der „Highlights der jungen Ulmer Musikszene“ spielen sie dort zusammen mit Road­s­tring Army und Kosmo  ihren unpolierten, aber keineswegs irrelevanten Alternative-Rock mit Indie- und Punk-Einflüssen. Von 20 Uhr an, Eintritt frei, bei Regen in der Burg.

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