Neu-Ulm/Bopfingen Möbel Mahler dementiert Spekulationen - keine Probleme in Neu-Ulm

Ronald Kegel ist bei Möbel Mahler der Gesamtvertriebsleiter.
Ronald Kegel ist bei Möbel Mahler der Gesamtvertriebsleiter. © Foto: EDWIN RUSCHITZKA
Neu-Ulm/Bopfingen / EDWIN RUSCHITZKA 14.01.2014
Möbel Mahler konzentriert sein Geschäft auf den süddeutschen Raum und hat seine Filiale in Siebenlehn in Sachsen verkauft. Mit Problemen in Neu-Ulm habe das nichts zu tun, sagt die Geschäftsführung.

Die Spekulationen in Möbel-Branchendiensten schießen zum Teil ins Kraut. Aber im Mahler-Stammhaus in Bopfingen wird heftig dementiert, dass der Verkauf der einstmals größten Mahler-Filiale in Siebenlehn dem Engagement in Neu-Ulm geschuldet sei. Im August vergangenen Jahres hatte Mahler seine jetzt größte Filiale im Neu-Ulmer Starkfeld eröffnet. "Wir haben unsere Ziele bislang erreicht", sagt Gesamtvertriebsleiter Ronald Kegel. Mehr noch: "In den starken Eröffnungswochen sind unsere Erwartungen weit übertroffen worden. Auch in den Folgemonaten haben sich die Umsätze ebenfalls sehr gut entwickelt." Was die Investitionen in Neu-Ulm betrifft, seien die Kosten nicht gestiegen. Die Rede ist immer noch von rund 35 Millionen Euro, die Mahler auch mit Hilfe eines nicht genannten Partners finanziert hat.

Die Übernahme von Möbel-Mutschler in Neu-Ulm, so Kegel, sei nicht der Grund für den Verkauf der Filiale in Siebenlehn an die Tochter des Berliner Möbel-Moguls Kurt Krieger gewesen. Die Krieger-Familie steht hinter der Höffner-Möbelgruppe und belegt in Deutschland hinter Ikea Platz zwei der Möbelbranche. "Mit unserem neuen Haus in Neu-Ulm haben wir jetzt den Großteil unserer Kunden in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg", sagt Kegel. Aufgrund der Nähe der Möbelhäuser in Bopfingen, Neu-Ulm und Wolfratshausen zueinander könnten die drei Standorte über eine zentrale Verwaltungseinheit organisiert und gesteuert werden. Die Konzentration auf drei Häuser in Süddeutschland werde in den Bereichen Logistik und Kundendienst zeitlich enorm große Vorteile bringen.

Am Service und Kundendienst will Mahler also verstärkt arbeiten. Was offensichtlich auch notwendig ist, denn: Beschwerden über mit Mängeln behaftete Möbel oder Verspätungen bei der Auslieferung schlagen immer wieder auch in der Redaktion der SÜDWEST PRESSE auf. Was Gesamtvertriebsleiter Kegel auch zugibt: "Leider läuft nicht immer alles völlig reibungslos, weil sowohl bei unseren Lieferanten als auch bei uns immer eine gewisse Fehlerquote entstehen kann." In den vergangenen Wochen seien etwa 20.000 Möbel ausgeliefert worden, zudem hätten Kunden rund 10.000 Möbel im Mitnahmelager direkt abgeholt. "Selbst ein normaler prozentualer Reklamationsanteil kann aufgrund der vielen Aufträge zu einigen Hundert Reklamationen führen", sagt Kegel. Das sei für die Kunden natürlich ärgerlich. Und so sei das Ziel von Mahler, "die Qualität der Lieferanten als auch die internen Abläufe unseres Personals dauerhaft zu optimieren". Gerade vor Weihnachten habe es Engpässe gegeben, sagt Kegel. Weil viele Kunden darauf bestanden hätten, dass ihre Bestellungen noch vor den Festtagen ausgeliefert werden. Dies sei aber nicht immer gelungen.

Behauptungen, Mahler habe seit der Eröffnung gerade beim Personal gespart und dieses stark abgebaut, widerspricht Kegel. Von den etwa 450 beim Start in Neu-Ulm beschäftigten Mitarbeitern arbeiteten derzeit noch 90 Prozent im Neu-Ulmer Haus. Kegel: "Wir setzen prinzipiell auf eine langfristige Zusammenarbeit." Die Mitarbeiter würden auch fachlich geschult. Eine gewisse Routine könne sich erst im Verlauf der Zeit einstellen. Aktuell suche Mahler in den Bereichen Logistik und Verkauf weiterhin dringend Fachpersonal. Aber auch Quereinsteiger würden eingestellt und entsprechend geschult.

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