Ulm Modellprojekt gegen Abbruch der Ausbildung

SWP 11.08.2012

Mit dem Modellprojekt "Abbruch vermeiden - Ausbildung begleiten" werden seit Anfang August Auszubildende in der Region Donau-Iller dabei unterstützt, ihre Lehre abzuschließen. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft fördert bei der IHK Ulm mit 107 000 Euro eine Stelle für eine Ausbildungsbegleitung. So können Azubis, die mit ihrer Lehre nicht klarkommen, intensiv begleitet werden. Zudem schulen die Ausbildungsbegleiter betriebliche Ausbilder in Sachen Konfliktmanagement und im Umgang mit schwierigen Auszubildenden. Dazu Minister Nils Schmid: "Wir wollen, dass weniger Jugendliche ihre Ausbildungen vorzeitig beenden." Die Landesregierung wolle Azubis an den Berufsschulen und in den Betrieben dabei unterstützen, ihre Ausbildungsverhältnisse zu stabilisieren: "Dazu investieren wir rund zwei Millionen Euro in allen Regionen des Landes." Im vergangenen Jahr wurde demnach jedes fünfte Lehrverhältnis - bei mehr als 17 000 Ausbildungsverträgen in Baden-Württemberg - frühzeitig aufgelöst. Im Bereich der IHK Ulm brechen rund 16 Prozent der Lehrlinge ihre Ausbildung vorzeitig ab. Über 60 Prozent der Jugendlichen finden dann zwar eine weitere schulische oder betriebliche Ausbildungsperspektive, es bleiben aber rund 30 Prozent ohne Ausbildung. Insgesamt werden deshalb zwölf regionale Projekte gegen den Ausbildungsabbruch gestartet.