Helena Senger steht unter Strom. In diesen Tagen ist sie ständig unterwegs, telefoniert, plant, organisiert. Denn das größte Projekt in der noch jungen Geschichte ihres Ulmer Online-Modemagazins „Fashionistas in Ulm“ steht kurz bevor: Vom 25. bis zum 28. September steigt in der sechsten Etage der Ulmer Reischmann-Filiale ein Mode-Event.

6th Floor Pop-Up-Store: 12 Designer im Reischmann

Unter dem Titel „6th Floor Pop-Up-Store“ präsentieren 12 Designer, davon die Mehrheit aus der Ulmer Region und dem süddeutschen Raum, ihre Kollektionen. Vor Ort sind unter anderem der Neu-Ulmer Blogger Tizian Fendt mit seiner Marke „Loyality“ sowie Dalyvanh Pangnanouvong von „Studio Pilcrow“ aus Weißenhorn. Dabei steht das Thema „Streetwear“ im Fokus. „Ich habe über Instagram viele Nachrichten erhalten, dass wir uns dieser Sparte annehmen sollen. Jetzt gehen wir in die Vollen“, erklärt Senger.

Auf Instagram stellt "Fashionistas in Ulm" verschiedene Outfits vor.
© Foto: Fashionistas in Ulm

Streetwear steht im Vordergrund

„Streetwear“ vereint die Kleidungsstile vieler Großstadt-Subkulturen und liegt seit einigen Jahren im Trend. Bekannte Marken sind Supreme, Balenciaga oder Stone Island. Vor allem seltene Sneakers sind in der „Streetwear“-Szene heiß begehrt. Deshalb haben Senger und ihr Projektkollege Harun Aydin für das Pop-Up-Event einen Experten engagiert: Philipp Kassel aus Düsseldorf vertreibt limitierte Schuhe an Stars wie Kay One oder Mike Singer und wird in Ulm ebenfalls Sneakers verkaufen. „So eine Aktion gibt es normalerweise von München bis Stuttgart nicht“, sagt Senger stolz.

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Fashionistas in Ulm: Eröffnungsevent im Theatro

Um das Event einzuläuten, geht am Samstag, 21. September, ab 19 Uhr eine Modenschau im Theatro über die Bühne. Moderatorin ist das Ulmer Model Marisa dos Santos, das von namhaften Unternehmen auf der ganzen Welt gebucht wird. Darüber hinaus treten die Künstler „Finity“ und „DaveXO“ vom Ulmer Hip-Hop-Kollektiv Loyal Bandits auf. Ein weiterer Act ist die Sängerin Chelly.

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Senger und Aydin möchten mit ihrer Veranstaltung die Ulmer Mode-Szene stärken und das Portal „Fashionistas in Ulm“ voranbringen. „Wir wollen außerdem zeigen, dass Ulm eine gute Shopping-Adresse sein kann und so den lokalen Modehandel unterstützen“, sagt die 34-Jährige. Dafür ist sie laut eigenen Angaben ein „größeres finanziellen Risiko“ eingegangen. „Natürlich besteht die Möglichkeit, dass ich mit diesem Projekt am Ende rote Zahlen schreibe“, sagt Senger. „Dennoch glaube ich an das Konzept und daran, dass sich leidenschaftliches Arbeiten auszahlt.“

Mode in Ulm: Weitere Events denkbar

Für die Zukunft kann sich die junge Unternehmerin vorstellen, Folge-Events zu organisieren. Für konkrete Überlegungen sei es allerdings noch zu früh. Senger: „Wir wollen jetzt erst einmal die kommende Veranstaltung meistern.“

Dieser Artikel ist in Kooperation mit cityStories Ulm entstanden.