Wegen eines sexuellen Übergriffs auf eine Zwölfjährige ermittelt die Ulmer Kriminalpolizei. Die Tat hatte sich bereits im Spätsommer 2020 ereignet, teilten Staatsanwaltschaft Ulm und Polizei am Freitag mit.
Aus Scham habe das Mädchen die Ereignisse zunächst für sich behalten. Erst Anfang 2021 offenbarte es sich seinen Vertrauenspersonen – einer Lehrerin und seinen Eltern, erklärte Polizeisprecher Wolfgang Jürgens auf Nachfrage. Gegenüber der Polizei schilderte die Schülerin dann im März, was passiert war. Sie habe im vergangenen Jahr über das Internet einen Jugendlichen kennengelernt. Der Kontakt sei bereits eine Weile gelaufen, als der 16-Jährige plötzlich damit begann, die Zwölfjährige zu erpressen. Dabei habe es sich um Wissen gehandelt, das für das Mädchen kompromittierend ist, sagte Jürgens.

Aus dem Wald geflüchtet

Im Spätsommer 2020 trafen sich die beiden im Gögglinger Wald. Dort wurde der Jugendliche immer zudringlicher, lockte das Mädchen ins Gehölz und verging sich an ihr, berichtete das Opfer der Polizei. Gleich darauf soll ein älteres Paar auf die Jugendlichen aufmerksam geworden sein, die teilweise unbekleidet aus dem Wald kamen und die Flucht ergriffen.

Ehepaar, das den Vorfall beobachtet haben könnte, wird gesucht

Die Polizei hat den damals 16-Jährigen mittlerweile ermittelt. Desweiteren sucht sie Zeugen, insbesondere das Paar, das die beiden gesehen haben soll. Das Mädchen konnte das Paar nicht näher beschreiben. Dieses soll im August oder September 2020 im Gögglinger Wald hinter den Gebäuden an der Saulgauer Straße auf einer Bank gesessen haben und dort die beiden unbekleideten Teenager gesehen haben. Die Ermittler setzen darauf, dass ein solches Ereignis bei den Zeugen nicht in Vergessenheit gerät. Hinweise an die Polizei unter Tel. (0731) 18 80.