Ratiopharm Ulm Basketball: Spatenstich für Orange Campus in Neu-Ulm

Mit vereinten Kräften wurde gestern der Bau des Orange Campus begonnen. Mit dabei beim Spatenstich: Neu-Ulms OB Gerold Noerenberg (ganz rechts), Ulms Bürgermeister Martin Bendel (vierter von links) und die Bauherren.
Mit vereinten Kräften wurde gestern der Bau des Orange Campus begonnen. Mit dabei beim Spatenstich: Neu-Ulms OB Gerold Noerenberg (ganz rechts), Ulms Bürgermeister Martin Bendel (vierter von links) und die Bauherren. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm/Neu-Ulm / Hans-Uli Mayer 07.11.2018

Mit einer „klaren Vision und viel Leidenschaft“ haben es die Basketballer geschafft: Vorstand und Geschäftsführer Andreas Oettel war die Erleichterung anzumerken, dass nach Jahren heftigen Ringens der Orange Campus auf den Weg gebracht ist. Wenige Stunden vor dem abendlichen Eurocup-Spiel gegen Belgrad nahmen am Mittwochnachmittag viele Beteiligte einen Spaten in die Hand und stachen diesen symbolisch in die aufgeschüttete Erde auf dem Gelände des ehemaligen Freibads. „Wir bauen an der Donau inmitten der Städte Ulm und Neu-Ulm, die unsere Heimat sind“, sagte Oettel.

Großer Bahnhof herrschte bei bestem Wetter, was gleich mehrere Redner in ihre kurzen Grußworte einfügten und für die Bauzeit und den späteren Betrieb nur sonnige Zeiten wünschten. Neu-Ulms OB Gerold Noerenberg sprach gar von einer „historischen Investition“, von einem „Lechtturmprojekt“ und lobte vor allem auch die beiden Stadtkämmerer Bertold Stier und Martin Bendel, die immer dann, wenn öffentlich heftiger Streit herrschte, im Hintergrund an einer Lösung gearbeitet hätten. Die sei zwar durchaus komplex und kompliziert, habe aber zu einem guten Ergebnis geführt, das den Städten im Sportbereich ein Alleinstellungsmerkmal beschere.

Auch die Chancen sehen

Der dieserart gelobte Ulmer Bürgermeister Martin Bendel, der am Mittwoch OB Gunter Czisch vertrat, sparte ebenfalls nicht an Lob und Anerkennung für das Projekt, bei dem viel über die Risiken gesprochen worden sei, und es jetzt gelte, die Chancen zu sehen. „Wir sind überzeugt, dass das eine gute und wichtige Investition der beiden Städte ist“, sagte er. Am Donauufer entstünde ein markantes Vorzeigeprojekt, das jetzt allerdings der Unterstützung neuer Mitglieder und weiterer Sponsoren bedürfe.

Generalplaner Wolfgang Klimke von Scherr+Klimke nannte es eine Herausforderung, für eines der schönsten Baugelände überhaupt in beiden Städten, auch eine entsprechende Architektur zu entwerfen. „Hier wird eine Vision realisiert, die manche allzu vorschnell als Halluzination bezeichnet haben“, sagte er und sprach von einem Meilenstein für den Basketball.

Ohne große Worte leitete Christian Schmid vom Generalunternehmer Schmid die Redner zu einem kleinen aufgeschütteten Hügel mit vielen Spaten, um symbolisch den Bau zu beginnen, der schon zwei Wochen läuft. Bis Sommer 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen und auf 17.000 Quadratmetern oder 30 Basketballfeldern ein Nachwuchs- und Leistungszentrum entstanden sein, von dem die ganze Region profitieren werde.

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Wirtschaftlicher und sportlicher Teil getrennt

Konzept Etwa 23 Millionen Euro kostet das Projekt, das in zwei gleichteure Abschnitte aufgeteilt ist. Einen gewerblich-wirtschaftlichen Teil, der ausschließlich aus eigenen Mitteln und Bankdarlehen finanziert wird, und einen sportlich-öffentlichen Teil, zu dem die Kommunen Regelzuschüsse und hohe Darlehen gewährt haben.

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