Rutschende Pkw, Schneematsch auf den Straßen, fluchende Pendler: Der Mittwochmorgen begann für Autofahrer im Stadtgebiet ungemütlich – und manch einer vermisste schmerzlich den Winterdienst. Zu Unrecht: „Wir waren draußen“, sagt Florentin Heese, Winterdienstchef der Entsorgungsbetriebe Ulm (EBU). Bereits in der Nacht habe sein Team einzelne Gefahrenstellen vorbeugend mit einem dünnen Salzfilm überzogen, „damit der Schnee nicht gleich liegen bleibt“. Ab halb sechs, als der Schneefall einsetzte, sei der Winterdienst in Ulm mit sämtlichen Fahrzeugen im Volleinsatz gewesen. Das Problem: „Es hat durchgeschneit.“

In der Folge waren die Fahrbahnen im Stadtgebiet von einer leichten Schneedecke überzogen; „wenn wir am einen Ende fertig waren, konnten wir am anderen wieder anfangen“, sagt Heese. Da der Schnee feucht war, bildete sich auf den Straßen rutschiger Schneematsch. Mehrmals krachte es. Das Polizeipräsidium Ulm berichtet von einer ganzen Reihe witterungsbedingter Unfälle, die mit Blechschäden und leichten Verletzungen aber alle glimpflich abliefen. „Wir haben einfach winterliche Verhältnisse“, sagt Heese und bittet alle Autofahrer um eine angepasste Fahrweise. Denn: An der Wetterlage wird sich vorerst wenig ändern.