Bildung Mehr Qualität auf dem Mensa-Teller

Ulm / Beate Rose 13.10.2018

In Ulmer Kitas und an Schulen wird gegessen und das von immer mehr Personen. Gerade an Schulen gehen mehr Teller über die Theken der Mensen, aktuell sind es täglich 3150 Portionen. Das hat Sabrina Menzel, bei der Stadt zuständig für die Schulverpflegung, den Mitgliedern des Schulbeirats geschildert, die am Donnerstag in der Hans-Zulliger-Schule getagt haben. In den städtischen Kitas essen täglich rund 1000 Kinder warm zu Mittag, führte Angela Gabel-Müller aus, Abteilungsleiterin für städtische Kitas.

Nur: Gerade an Schulen gebe es diverse Zubereitungsarten, an 17 Schulmensen wird das Essen von der Firma „Gastromenü“ geliefert. Mitarbeiter von 16 weiteren Schulmensen müssen aufwärmen oder fertig garen, etwa wenn tiefgefrorenes Essen geliefert wird. An diese Schulen bringt ein Lieferant zudem Salat und Obst. „Eine Vielzahl von Modellen“, nannte es Bildungsbürgermeisterin Iris Mann. Die wolle man prüfen und sich einigen, welches Verpflegungssystem künftig genutzt werden soll. Ebenfalls festgelegt werden soll, wie Mensen künftig baulich auszustatten sind.

Das Projekt dazu heißt „Verpflegung in Kitas und Schulen in Trägerschaft der Stadt Ulm“. Die Projektbeauftragte ist Gabel-Müller, ihre Stellvertreterin Menzel. Ihnen wird die Ökotrophologin Sabine Chilla aus Jagsthausen beratend zur Seite stehen. Der Projektzeitraum erstreckt sich über ein Jahr, los ging’s bereits im September. „Das Ergebnis wird ein Handbuch sein“, sagt Chilla.

Umfragen nicht aussagekräftig

Grünen-Stadträtin Sigrid  Räkel-Rehner, beruflich vorgebildet als Ernährungsberaterin, mahnte an, auf gesunde Lebensmittel am besten in Bio-Qualität zu achten. Die Kosten sollten einen Euro pro Essen und Kind betragen. „Wie ist die Produktion des Essens?“, fragte FWG-Stadträtin Gisela Kochs. Chillas Antwort: „Die Qualität auf dem Teller müssen Sie definieren. Wie es auf den Teller kommt, kann Ihnen letztlich egal sein.“ CDU-Stadtrat Thomas Kienle meldete sich so zu Wort: „Vergesst es, es wird scheitern.“ Denn ältere Schüler gingen zum Mittagessen in die Innenstadt. „Nur Döner macht schöner“, sei da das Motto. Kienles Frage, ob Schüler befragt werden, verneinte Chilla mit der Begründung, solche Umfragen seien nicht aussagekräftig. Gerhard Semler, Leiter der Abteilung Bildung und Sport, betonte, dass gerade an weiterführenden Schulen die Anzahl der Essen zunehmen. Teils sei er froh, wenn es nicht mehr werden, weil es den Platz in den Mensen nicht gibt.

Erste Ergebnisse jedenfalls wollen die Projektbeauftragten bereits Ende Januar präsentieren. 

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