Wirtschaft Mehr Lehrlinge im Handwerk

Ulm / olc/kö 09.01.2019

Das Handwerk berichtet ähnlich wie zuletzt auch die Industrie- und Handelskammer von einem Plus bei den Ausbildungszahlen für 2018. Es gab zum fünften Mal in Folge eine Steigerung bei den Lehrlingszahlen – trotz weniger Schulabgängern. Demnach haben sich 3129 junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zwischen Ostalb und Bodensee entschieden. Das bedeutet einen Zuwachs von 1,8 Prozent. Dazu Hauptgeschäftsführer Tobias Mehlich in einer Mitteilung: „Eine Ausbildung im Handwerk ist und bleibt attraktiv.“

Die beiden Handwerkszweige mit den höchsten Azubi-Zahlen bleiben weiter die Elektro- und Metallbranche mit 1261 neuen Auszubildenden – ein Zuwachs um 4,9 Prozent – sowie das Bauhandwerk mit 732 Neueintragungen (minus 0,1 Prozent). Das größte Plus verzeichnete vergangenes Jahr freilich das Gesundheitshandwerk mit einem Zuwachs von etwa 14 Prozent. Zu den erneut guten Lehrlingszahlen tragen besonders auch 438 Abiturienten (14 Prozent) und 241 junge Menschen mit Fluchthintergrund (etwa 8 Prozent) bei.

Eine wichtige Komponente dieses Erfolgs ist aus Sicht Mehlichs auch, dass viele Betriebe bei der Nachwuchssuche aktiv auf junge Menschen zugehen: „Sie spüren immer mehr, dass ihre Qualität als Arbeitgeber gefragt ist und entwickelt werden muss. Unsere Betriebe bewerben sich eben auch um die Jugendlichen.“

Allerdings ein Minus in Ulm

Während die Zahl neuer Lehrverträge im Alb-Donau-Kreis um rund 1 Prozent auf 422 zulegte, gab es im Stadtkreis Ulm diesmal  ein deutliches Minus. Hier entschlossen sich 323 Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk, das sind 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr. 

Thomas Jung von der Kreishandwerkerschaft ist jedoch zuversichtlich, dass die Ausbildungszahlen im Stadtkreis Ulm 2019 wieder steigen: „Zusammen mit den Handwerksbetrieben werden wir uns weiterhin engagieren und den jungen Menschen deutlich machen, warum eine Ausbildung im Handwerk Spaß macht und Zukunft hat.“ Der regionale Ausbildungsmarkt bekommt vor allem Rückenwind von der starken Handwerkskonjunktur im Alb-Donau-Kreis.

Weitere Details: Im Alb-Donau-Kreis starteten 60 Abiturienten und 39 Flüchtlinge mit einer handwerklichen Lehre. In der Stadt Ulm waren es 47 Abiturienten und 46 Flüchtlinge.

Hier noch die Hitliste der beliebtesten Berufe: Auf Platz 1 liegt der Kfz-Mechatroniker (427 Azubis), gefolgt vom Elektroniker (270), Friseur (225), Anlagenmechaniker (213) und schließlich Zimmerer (193).

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