Wichtig ist, was hinten rauskommt. Zumindest wenn man das Kohl-Zitat als Maßstab anlegt, hat der Ulmer Hirnforscher und Autor Manfred Spitzer keinen Fehler gemacht. Aber auch nur dann. Zunächst offenbar geschmeichelt davon, in einer Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags als Experte fungieren zu dürfen, hat er auf den letzten Drücker Hirnschmalz investiert und die Reißleine gezogen. Weil’s ja vielleicht doch ein G’schmäckle hat, wenn man  ausgerechnet von der AfD für diesen Job nominiert wurde.

Wenn Spitzer sagt, dass ihn von den Werten der Rechtspopulisten Welten trennen, ist ihm das zu glauben. Wenn er sagt, die Nominierung sei zunächst wider sein Wissen erfolgt, sind Zweifel angebracht. In offiziellen Listen des Bundestages wird man erst dann geführt, wenn man dies dem Hohen Haus bestätigt hat. Dies legt zumindest die Vermutung nahe, dass der Flirt mit dem Kommissionssitz von Gaulands Gnaden kein so kurzer war, wie Spitzer einem Glauben machen will.

Die Kommentierungen im Internet sprechen ebenfalls für sich. Da wird der Mann gleich als „Digital-Sarrazin“ oder „Zukunftsverleugner“ gebrandmarkt, und sein Fast-Engagement als „Passt wie Arsch auf Eimer“ verunglimpft.

Da möchte man allen Beteiligten nur eins zurufen: Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!

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