Die Zahl der Handwerksbetriebe in der Region steigt. Während im Stadtgebiet Ulm im vergangenen Jahr lediglich zwei Betriebe hinzukamen (insgesamt 1275), meldeten im Alb-Donau-Kreis 19 Handwerker ein neues Gewerbe (2787) an. Die Handwerkskammer Ulm zählt in ihrem gesamten Zuständigkeitsgebiet, das die Kreise Ostalb, Heidenheim, Alb-Donau, Ulm, Biberach, Ravensburg und Bodensee umfasst, somit nun 19 100 Betriebe – ein Plus von 0,8 Prozent.

Im Landesvergleich lasse sich dabei besonders in den zulassungspflichtigen Handwerken erneut eine positive Entwicklung ablesen, teilt die Kammer mit. „Die Betriebe in allen von uns betreuten Landkreisen sind insgesamt stabil auf dem Markt und haben durch die gute Konjunktur eine hervorragende Perspektive“, berichtet Hauptgeschäftsführer Tobias Mehlich.Einen Beitrag zu dieser Entwicklung schreibt Mehlich auch dem von der Kammer eigens eingerichteten Zentrum für Betriebsnachfolge zu. „Wir bringen Betriebsinhaber mit potentiellen Nachfolgern zusammen und helfen so mit, dass eine Übergabe klappen kann und der Betrieb bestehen bleibt.“

Rund 2700 Betriebe stehen laut der Kammer in ihrem Zuständigkeitsbereich mitten in oder kurz vor einer Betriebsübergabe. „Wenn uns dieser Übergabeprozess koordiniert in der Fläche gelingt, sichern wir Beschäftigung und die Nahversorgung in unserer Region“, sagt Mehlich mit Blick auf die kommenden Jahre. „Wir reduzieren die Auswirkungen für den Kunden“, die sich ansonsten in Form von steigenden Preisen oder Versorgungslücken darstellten.