Anfang der Woche haben 2267 Auszubildende bei Unternehmen aus Industrie, Dienstleistung und Handel in der Region mit ihrer Ausbildung begonnen. Das sind Angaben der IHK Ulm zufolge 0,4 Prozent mehr als 2014. „Wir freuen uns, dass die Ausbildungszahlen stabil sind, obwohl immer weniger Schülerinnen und Schüler die Haupt-, Werkreal- und Realschulen verlassen“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle in einer Mitteilung. Vor allem die gewerblich-technischen Berufe und dabei die Metall- und Elektroberufe sind derzeit gefragt. Die Anzahl der neuen Auszubildenden stieg hier um 3,1 Prozent. Kaufmännische Berufe sind demgegenüber um 1,7 Prozent zurückgegangen.

Die Kammer engagiert sich gemeinsam mit Unternehmen etwa mit Ausbildungsbotschaftern und einem Kompetenzcheck, um die Attraktivität der Ausbildungsberufe zu steigern. Es reiche aber trotzdem nicht, um den Nachwuchsbedarf der Unternehmen zu decken. Mehr als 200 Ausbildungsplätze sind noch nicht besetzt.

Auch die Lage an den Berufsschulen beunruhigt die Kammer. Durch den Zustrom an Flüchtlingen werden die Schulen zunehmend an die Belastbarkeitsgrenze geführt. Die IHK fordert deshalb, den Berufsschulen zusätzliche Deputate zur Verfügung zu stellen und Seiteneinsteigern den Zugang zum Lehramt an Berufsschulen zu erleichtern.